(Neu: Opferzahl gestiegen, Details zum Unfall, 57 Überlebende in Krankenhäusern, 4 Vermisste, Statement von Präsident Petro)
| * | Militärflugzeug-Absturz Kolumbien |
| * | Absturz während des Starts |
| * | Puerto Leguizamo (Peru-Grenze) |
| * | Rettungsaktion durch Anwohner und Militär |
| Bogota, 24. Mrz (Reuters) - In Kolumbien sind beim | |
| Absturz eines Militärflugzeugs nach neuen Angaben mindestens 66 | |
| Menschen ums Leben gekommen. Die Maschine der kolumbianischen | |
| Luftwaffe mit 128 Menschen an Bord sei am Montag kurz nach dem | |
| Start abgestürzt, wie der Chef der Streitkräfte, Hugo Alejandro | |
| Lopez, mitteilte. Das Transportflugzeug vom Typ Lockheed Martin | |
| C-130 Hercules stürzte beim Start in Puerto Leguizamo an der | |
| Grenze zu Peru ab. An Bord befanden sich elf Angehörige der | |
| Luftwaffe, 115 Armeeangehörige und zwei Polizisten. Vier | |
| Menschen galten noch als vermisst. | |
Nach Angaben der Feuerwehr prallte die Maschine beim Start gegen das Ende der Landebahn und streifte beim Absturz mit einem Flügel einen Baum. Das Flugzeug fing Feuer, wobei Sprengstoff an Bord explodierte. Bewohner der abgelegenen Region waren die ersten, die Überlebende aus den Trümmern bargen. Videos zeigten Männer, die verwundete Soldaten auf Motorrädern über Schotterwege transportierten.
57 Überlebende wurden nach Angaben von Lopez in Krankenhäuser gebracht, 30 von ihnen befanden sich in stabilem Zustand in einer Militärklinik. Präsident Gustavo Petro kritisierte am Montag bürokratische Hürden bei der Modernisierung der Streitkräfte. "Es geht um das Leben unserer jungen Leute", schrieb er auf der Plattform X. C-130-Maschinen werden in Kolumbien häufig für Truppentransporte im Rahmen des seit sechs Jahrzehnten andauernden internen Konflikts eingesetzt, der mehr als 450.000 Todesopfer gefordert hat.
(Bericht von Luis Jaime Acosta, Iñigo Alexander, Sarah Morland, Mike Stone, Maria Paula Laguna und Kylie Madry. Geschrieben von Isabelle Noack. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)