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24.03.2026 /08:26:26
Vier Millionen Erwerbstätige arbeiten nachts - besonders in Luftfahrt

Berlin, 24. Mrz (Reuters) - Etwa jeder elfte Beschäftigte in Deutschland arbeitet nachts. Knapp vier Millionen Erwerbstätige haben im Jahr 2024 zumindest gelegentlich zwischen 23 und sechs Uhr gearbeitet, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte. Das entspricht einem Anteil von 9,3 Prozent der 42,6 Millionen Erwerbstätigen. Für Nachtarbeiter bedeutet die Umstellung auf Sommerzeit am kommenden Wochenende in der entsprechenden Nacht eine Stunde weniger Arbeit.

Besonders Männer arbeiten häufig nachts. Ihr Anteil liegt mit 11,7 Prozent fast doppelt so hoch wie der von Frauen (6,5 Prozent). Zudem ist Nachtarbeit bei Erwerbstätigen im jungen Alter (bis 34 Jahre: 10,6 Prozent) und im mittleren Alter (35 bis 54 Jahre: 9,6 Prozent) verbreiteter. Bei den ab 55-Jährigen liegt der Anteil nur noch bei 7,4 Prozent.

"Wie viele Erwerbstätige nachts arbeiten, hängt stark von der Branche ab", erklärten die Statistiker. Am weitesten verbreitet ist Nachtarbeit mit einem Anteil von 42,6 Prozent der Erwerbstätigen in der Luftfahrt. Dahinter folgten Wach- und Sicherheitsdienste sowie Detekteien (40,2 Prozent) und die Metallerzeugung und -bearbeitung (31,1 Prozent). Überdurchschnittlich hoch ist der Anteil an Nachtarbeit auch in den Branchen Lagerei und sonstige Verkehrsdienstleistungen (18,6 Prozent), Gesundheitswesen (17,6 Prozent) sowie Gastronomie (13,9 Prozent).

Den geringsten Anteil an Nachtarbeit gibt es mit 1,8 Prozent bei vorbereitenden Baustellenarbeiten, der Bauinstallation und im sonstigen Ausbaugewerbe. Es folgen IT-Dienstleister (3,6 Prozent) sowie Erziehung und Unterricht (3,8 Prozent).

Die Angaben zur Nachtarbeit stammen aus dem Mikrozensus, einer seit 1957 erhobenen jährlichen Haushaltsbefragung in Deutschland, die auch als kleine Volkszählung bekannt ist. Als Nachtarbeit gilt, wenn jemand in einem Zeitraum von vier Wochen ständig, regelmäßig oder gelegentlich zwischen 23 und sechs Uhr arbeitet.

(Bericht von Rene Wagner, redigiert von Elke Ahlswede. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com)

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