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09.04.2026 /07:06:06
Guten Morgen von Reuters am Donnerstag, dem 9. April

TOP NEWS:

* IRAN/USA - Die Einigung auf eine zweiwöchige Feuerpause steht auf wackligen Füßen. Auslöser sind die bislang schwersten israelischen Angriffe auf den Libanon am Mittwoch, bei denen libanesischen Angaben zufolge mehr als 250 Menschen getötet wurden. Der Iran drohte mit Vergeltung und warf Israel vor, den vereinbarten Waffenstillstand zu verletzen. Die USA und Israel erklärten indes, der Libanon sei von der Vereinbarung ausgenommen. Irans Außenminister Abbas Araghtschi forderte die USA auf, sich zwischen Waffenstillstand und fortgesetztem Krieg zu entscheiden. Die iranische Agentur Tasnim meldete, der Iran werde sich aus der Feuerpause zurückziehen, sollten die Angriffe andauern. Die strategisch wichtige Straße von Hormus blieb für Schiffe ohne Genehmigung vorerst gesperrt.

* DEUTSCHLAND/EXPORTE/PRODUKTION - Wichtige Wirtschaftsdaten zeigen, wie sich die deutsche Konjunktur vor Ausbruch des Nahost-Krieges geschlagen hat. Von Reuters befragte Experten erwarten, dass die Exporte im Februar um 1,0 Prozent angezogen haben, nachdem sie zu Jahresbeginn um 2,3 Prozent zurückgegangen waren. Auch die Produktion von Industrie, Bau und Energieerzeugern dürfte im vorigen Monat zugelegt haben: Volkswirte rechnen mit einem Zuwachs von 0,7 Prozent, nach einem Minus von 0,5 Prozent im Januar.

* RAUMFAHRT - Das deutsche Startup Isar Aerospace nimmt einen neuen Anlauf für den zweiten Testflug der Rakete "Spectrum". Sie soll um 22 Uhr vom Weltraumbahnhof im norwegischen Andoya abheben und unter anderem fünf Kleinsatelliten in eine Umlaufbahn bringen. Der vorangegangene Versuch Ende März wurde kurz vor dem Start abgebrochen.

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FIRMEN UND BRANCHEN:

* DEUTSCHE-BANK <DBKGn.DE> - Aufsichtsratschef Alexander Wynaendts wird zum Einkommensmillionär. Seine jährliche Vergütung steigt künftig auf bis zu 1,4 Millionen Euro, wie aus der veröffentlichten Einladung zur Hauptversammlung am 28. Mai in Frankfurt hervorgeht. Der Aufsichtsratschef der größten deutschen Bank ist mit 950.000 Euro schon jetzt Deutschlands bestbezahlter Aufsichtsrat. Seine Grundvergütung soll auf 1,15 Millionen Euro steigen, zudem soll er anders als bisher auch gesondert für den Vorsitz in Ausschüssen des Aufsichtsrats entlohnt werden. Der 65-jährige Niederländer sitzt derzeit dem Präsidial- und dem Nominierungsausschuss vor, wofür künftig 150.000 und 100.000 Euro fällig werden.

MDAX:

* Der LUFTHANSA <LHAG.DE> steht der nächste Streik ins Haus: Die Flugbegleitergewerkschaft UFO hat die Beschäftigten der Kernmarke Lufthansa und ihrer Zubringergesellschaft Cityline für Freitag zu einem eintägigen Arbeitskampf aufgerufen. Am 10. April sollen von 00.01 Uhr bis 22.00 Uhr alle Abflüge der Lufthansa von Frankfurt und München bestreikt werden, wie die Unabhängige Flugbegleiter Organisation (UFO) ankündigte. Im selben Zeitfenster sollen die Kabinenbeschäftigten der Cityline an neun deutschen Flughäfen die Arbeit niederlegen. Bei Urabstimmungen hatte Ende März die große Mehrheit der Befragten nach gescheiterten Gesprächen für Streik votiert.

SDAX:

* PROSIEBENSAT.1 <PSMGn.DE> - Der TV-Konzern will seinen Aufsichtsrat verkleinern und zugleich dessen Vergütung senken. Das Kontrollgremium soll von neun auf sieben Mitglieder verschlankt werden. Dies schlagen demnach Vorstand und Aufsichtsrat den Aktionären zur Abstimmung auf der virtuellen Hauptversammlung am 20. Mai vor. Der Schritt sei Teil der Bemühungen, die Effizienz zu steigern und Kosten zu senken.

* GERRESHEIMER <GXIG.DE> - Der Verpackungskonzern muss den SDax <.SDAXI> verlassen. Die Aktie wird am Donnerstagabend aus dem Index genommen, weil das Unternehmen seinen Jahresabschluss 2024/25 (Ende November) nicht wie vorgeschrieben innerhalb von vier Monaten vorlegen konnte, teilte die Deutsche-Börse-Tochter ISS Stoxx mit. Ersetzt wird Gerresheimer im SDax von der Shelly Group <SLYGG.DE>. Das bulgarische Unternehmen stellt intelligente Steuerungen, Sensoren und Schalter her.



FIRMEN UND BRANCHEN - WEITERE NACHRICHTEN:

* META <META.O> hat sein neues Modell für Künstliche Intelligenz (KI) namens "Muse Spark" vorgestellt. Es ist das erste Produkt eines im vergangenen Jahr neu aufgestellten Teams, mit dem der Facebook-Konzern im weltweiten KI-Wettlauf zu seinen Rivalen aufschließen will. "Muse Spark" soll zunächst nur über die bislang wenig genutzte Meta-AI-App und die dazugehörige Website zugänglich sein, teilte Meta in einem Blogbeitrag mit. In den kommenden Wochen werde es dann die bisherigen Llama-Modelle ersetzen, die die Chatbots auf WhatsApp, Instagram, Facebook sowie in den Datenbrillen des Unternehmens antreiben.



TERMINE:

07:30 - OMV Q1 Trading Update

10:00 - Raiffeisen Bank International AG Annual Shareholders Meeting

10:00 - Julius Baer Gruppe AG  <BAER.S> Annual Shareholders Meeting

10:00 - Sandoz  <SDZ.S> Group AG Annual Shareholders Meeting

13:00 - Nokia Annual Shareholders Meeting

17:15 - Cupra CEO Markus Haupt addresses media after electric model launch



Zusatzinfo unter Doppelklick auf



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BLICKPUNKT ZENTRALBANKEN UND KONJUNKTUR:

* FED - Die US-Notenbank hält sich mit Blick auf ihren Zinskurs alle Optionen offen. Das geht aus dem Protokoll der Zinssitzung vom März hervor, die rund zweieinhalb Wochen nach Ausbruch des Nahost-Krieges abgehalten wurde. Dabei signalisierten die Währungshüter, dass sie den Leitzins wohl erst ändern werden, wenn klarer ist, ob die Auswirkungen auf die Inflation oder den Arbeitsmarkt das größere Risiko ist. Eine wachsende Zahl von ihnen war der Ansicht, dass Zinserhöhungen erforderlich sein könnten, um die weiterhin über dem Fed-Zielwert von 2,0 Prozent liegende Inflation zu bekämpfen.



TERMINE:

08:00 - Germany-Trade

08:00 - Germany-Industrial production

10:30 - Bank of England publishes Q1 2026 Credit Conditions Survey

11:00-UnitedKingdom-Comprehensive Risk
12:00-UnitedKingdom-IPSOS PCSI
14:30-UnitedStates-GDP Final
14:30-UnitedStates-Jobless

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INDIKATOREN:
 
LocalCountryIndicatorPeriodPollPriorUnit
Time
8:00DEIndustrialFeb0.7-0.5Percent
Output m/m
8:00DETrade BalanceFeb18.521.2Bln EUR
14:30USGDP FinalQ40.70.7Percent
14:30USConsumerQ42.0Percent
Spending,
final
14:30USInitialW 04210202Thousand
JoblessApr
Claims
14:30USUSFeb0.50.4Percent
Consumption
14:30USPersonalFeb0.30.4Percent
Income
14:30USPCE PriceFeb2.82.8Percent
Index
14:30USCore PCEFeb33.1Percent
Price Index
YY

Die Prognosen sind Konsensschätzungen einer Reuters-Umfrage.

Zusatzinfo unter:  <ECON>

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BLICKPUNKT POLITIK:

* USA/NATO - US-Präsident Donald Trump hat nach einem Treffen mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte seine scharfe Kritik am Militärbündnis bekräftigt. "Sie wurden auf die Probe gestellt und haben versagt", zitierte eine Sprecherin des Weißen Hauses den Präsidenten mit Blick auf die Rolle der Allianz im Iran-Krieg.

* DEUTSCHLAND/BENZINPREISE - Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) ist angesichts der hohen Benzinpreise offen für eine Anhebung der Pendlerpauschale sowie eine Senkung der Stromsteuer. Dies berichtet die "Bild"-Zeitung (Donnerstagausgabe) unter Berufung auf Kanzleramtskreise.

* HAITI/WAHLEN - Haiti hat die für die erste Präsidentschaftswahl seit einem Jahrzehnt geplante Wählerregistrierung verschoben und damit den Wahlprozess in dem Krisenstaat weiter verzögert. Die Registrierung hätte am 1. April beginnen sollen, teilte die Wahlbehörde CEP mit. Als Grund nannte der CEP-Vorsitzende Jacques Desrosiers eine rechtliche Angelegenheit im Zusammenhang mit der neuen Regierung.

* NORDKOREA/RAKETEN - Nordkorea hat nach eigenen Angaben zwischen Montag und Mittwoch mehrere neue Militärtechnologien getestet, darunter den Sprengkopf einer taktischen Rakete mit Streumunition. Zudem seien ein elektromagnetisches Waffensystem und Kohlefasersprengköpfe erprobt worden, meldete die staatliche Nachrichtenagentur KCNA.



TERMINE:

Politico's European Pulse Forum

Russia's Lavrov to take part in presentation of Russian festival of youth

16:00 - IMF Managing Director Kristalina Georgieva delivers curtain-raiser speech ahead of the IMF/World Bank spring meetings.

17:00 - NATO's Rutte delivers speech in Washington D.C.

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SNAPSHOT MÄRKTE:
DEVISEN
WährungenKurseVeränderung in
umProzent
07:00 Uhr
Euro/Dollar <EUR=>1,1666+0,0%
Pfund/Dollar <GBP=>1,3397+0,0%
Dollar/Franken <CHF=>0,7910-0,0%
Euro/Franken0,9227-0,0%
Dollar/Yen <JPY=>158,74+0,1%
Bitcoin/Dollar <BTC=>70.786,39-0,8%
Ethereum/Dollar <ETH=>2.177,99-1,4%
KursEZB-Fixing am
um8.04.2026
07:00 Uhr
Euro/Pfund <EURGBP=>0,87060,8689
 
Zusatzinfo zum Devisenmarkt unter:
 
US-AKTIEN
Schlusskurse derStand Veränderungin
US-Indizesam MittwochProzent
Dow Jones47.909,92+2,9%
Nasdaq <.IXIC>22.635,00+2,8%
S&P 500 <.SPX>6.782,81+2,5%
 
Zusatzinfo zum US-Aktienmarktunter:
 
ASIATISCHE AKTIEN
Asiatische Aktienindizes amKurse um 07:00 Veränderungin
DonnerstagUhrProzent
Nikkei <.N225>55.846,96-0,8%
Topix3.742,17-0,9%
Shanghai3.965,70-0,7%
CSI3004.565,98-0,6%
Hang Seng <.HSI>25.790,85-0,4%
Kospi5.770,52-1,7%

Zusatzinfo zu den asiatischen Aktienmärkten unter:

EUROPÄISCHE AKTIEN
Schlusskurse europäischerStand
Aktien-Indizes und -Futures
am Mittwoch
Dax <.GDAXI>24.080,63
EuroStoxx50 <.STOXX50E>5.913,37
SMI <.SSMI>13.113,43

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IndikationenStand
Dax bei Lang &23.990,00
Schwarz <DAX=LUSG>
Late/Early-Dax <.GDAXIL>23.940,32
SMI-Future <FSMIc1>12.975,00
 
Zusatzinfo zum Aktienmarkt unter:
 
ANLEIHEN
Anleihe-FuturesStand
Bund-Future <FGBLc1>126,03
T-Bond-Future <USc1>114,16
Gilt-Future89,78

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Anleihe-RenditenStandSchluss-Rendit
e am
am 8.04.2026
10-jährige2,949%2,944%
Bundesanleihe <DE10YT=RR>
30-jährige3,468%3,460%
Bundesanleihe <DE30YT=RR>
10-jährige4,291%4,291%
US-Anleihe
30-jährige4,884%4,886%
US-Anleihe
10-jährige brit.4,723%4,711%
Anleihe <GB10YT=RR>
30-jährige brit.5,365%5,354%
Anleihe <GB30YT=RR>
 
Zusatzinfo zu den Anleihemärkten unter:
 
ROHSTOFFE
Energie und MetallePreise umVeränderung in
07:00 UhrProzent
Brent-Öl ($/Barrel)97,34+2,7%
WTI-Öl <CLc1> ($/Barrel)97,77+3,6%
US-Erdgas ($/MMBTU)2,7200-0,1%
Gold <XAU=> ($/Feinunze)4.720,88+0,1%
Kupfer ($/Tonne)12.608,00-0,8%

Zusatzinfo zu den Rohstoffmärkten unter:



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(Zusammengestellt von den Reuters-Redaktionen in Frankfurt, Berlin und Danzig. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an die Redaktionsleitung unter den Telefonnummern 030 2201 33711 (für Politik und Konjunktur) 030 2201 33702 (für Unternehmen und Märkte)

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