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09.04.2026 /06:11:43
WDHLG-FOKUS 1-Lufthansa-Flugbegleiter wollen am Freitag streiken

(Wiederholung vom Vorabend)
Frankfurt, 08. Apr (Reuters) - Der Lufthansa <LHAG.DE>
steht der nächste Streik ins Haus: Die Flugbegleitergewerkschaft
UFO hat die Beschäftigten der Kernmarke Lufthansa und ihrer
Zubringergesellschaft Cityline für Freitag zu einem eintägigen
Arbeitskampf aufgerufen. Am 10. April sollen von 00.01 Uhr bis
22.00 Uhr alle Abflüge der Lufthansa von Frankfurt und München
bestreikt werden, wie die Unabhängige Flugbegleiter Organisation
(UFO) am Mittwoch ankündigte. Im selben Zeitfenster sollen die
Kabinenbeschäftigten der Cityline an neun deutschen Flughäfen
die Arbeit niederlegen. Bei Urabstimmungen hatte Ende März die
große Mehrheit der Befragten nach gescheiterten Gesprächen für
Streik votiert. Die Lufthansa kritisierte den Streik als
unverhältnismäßig und forderte die UFO zu erneutem Dialog auf.

Weder in den Verhandlungen über verbesserte Arbeitsbedingungen für die rund 19.000 Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter bei Lufthansa noch in Sachen Sozialplan für die rund 800 Beschäftigten der vor der Schließung stehenden Cityline habe sich die Arbeitgeberseite bewegt, hieß es von der Gewerkschaft. "Diese Situation wäre vermeidbar gewesen ? die Verantwortung liegt bei der Lufthansa, die es bislang nicht einmal geschafft hat, ein verhandlungsfähiges Angebot vorzulegen", erklärte UFO-Chef Joachim Vázquez Bürger mit Blick auf das Ringen um einen neuen Manteltarifvertrag für die Lufthansa. Gefordert werden etwa bessere Planbarkeit der Einsätze und längere Kündigungsfristen. "Wenn sich die Arbeitgeberseite nicht bewegt, müssen wir sie dazu bewegen", ergänzte er.

Der Arbeitskampf bei gleich zwei Flugbetrieben treffe die Fluggäste mitten im Rückreiseverkehr am Ende der Osterferien besonders hart, erklärte die Lufthansa. "Tragfähige Lösungen können nur im Dialog gefunden werden, Streiks müssen stets das letzte Mittel bleiben", mahnte das Unternehmen.

UFO und die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit hatten die Lufthansa bereits Mitte Februar am gleichen Tag bestreikt, was zu massiven Flugausfällen führte. Die Piloten machten Mitte März erneut Druck mit zwei Tagen Arbeitskampf - auch dieser Tarifkonflikt schwelt noch.

(Bericht von Ilona Wissenbach, redigiert von Philipp Krach. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an die Redaktionsleitung unter frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com)

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