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09.04.2026 /08:15:14
MÄRKTE-Asiatische Börsen im Minus - Zweifel an Waffenruhe

Frankfurt, 09. Apr (Reuters) - Die Sorge um die Stabilität der Waffenruhe im Iran-Krieg hat die asiatischen Börsen am Donnerstag nach unten gezogen. Der japanische Nikkei-Index <.N225> gab rund 0,5 Prozent auf 56.014 Punkte nach. Der breiter gefasste Topix notierte 0,7 Prozent tiefer. Die Börse Shanghai und der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen gaben ebenfalls je rund 0,7 Prozent ab. Am Mittwoch hatte die Freude über die ausgehandelte zweiwöchige Feuerpause die Märkte noch beflügelt. Der Nikkei-Index war um 5,4 Prozent auf den höchsten Stand seit einem Monat geklettert. "Die Anleger haben sich beruhigt und überlegen nun, ob die Friedensgespräche wirklich funktionieren werden", sagte Takamasa Ikeda, Portfoliomanager bei GCI Asset Management. "Die Ölpreise sind wieder gestiegen, und das hat den Aktienmarkt belastet."

Am Rohstoffmarkt verteuerte sich die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee um 2,5 Prozent auf 97,08 Dollar je Barrel (159 Liter). US-Öl WTI <Clc1> notierte 3,7 Prozent fester bei 97,91 Dollar. Anleger fürchten, dass die Energieflüsse durch die strategisch wichtige Straße von Hormus weiterhin eingeschränkt bleiben werden, nachdem die Waffenruhe im Golf nach israelischen Angriffen auf den Libanon zu bröckeln droht. "Ein Fünftel des weltweiten Ölangebots bewegt sich durch einen Korridor, der immer noch faktisch unter dem Einfluss einer der Konfliktparteien steht", sagte Nigel Green, Chef der deVere Group. "Das ist keine Stabilität." Man brauche keine vollständige Blockade, um die Ölmärkte wieder stark nach oben zu treiben. "Wir könnten uns wieder in einer Situation wiederfinden, in der die Spannungen eskalieren und die Energiemärkte erneut mit erheblichen Störungen konfrontiert sind", sagte Kyle Rodda, leitender Finanzanalyst bei Capital.com. Sollte das passieren, würden die Märkte die negativen Auswirkungen einer Energiekrise auf Asien erneut einpreisen. Auf die Stimmung an den Finanzmärkten drückten auch die Protokolle der vergangenen Sitzung der US-Notenbank Fed. Daraus ging hervor, dass eine wachsende Zahl von Mitgliedern eine Zinserhöhung zur Eindämmung der Inflation für notwendig halten könnte.

Aktienanleger warfen unter anderem Chiphersteller und Aktien aus dem Bereich der Künstlichen Intelligenz aus den Depots. In Tokio verbilligten sich die Anteilsscheine von Advantest und SoftBank Group um 2,2 und 2,0 Prozent. Der Branchenindex der in Hongkong notierten Tech-Konzerne <.HSTECH> rutschte um 1,3 Prozent ab. In China gerieten zudem Aktien der Konsumgüterbranche und des Finanzsektors unter Druck: die Branchenindizes sackten um je rund 1,4 Prozent ab.

Asiatische Aktienindizes amKurse um 08:00Veränderung in
DonnerstagUhrProzent
Nikkei <.N225>56.014,31-0,5%
Topix3.748,31-0,7%
Shanghai3.965,66-0,7%
CSI3004.567,03-0,6%
Hang Seng <.HSI>25.798,19-0,4%
Kospi5.769,99-1,7%

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WährungenKurse um 08:00
Uhr
Euro/Dollar <EUR=>1,1660
Pfund/Dollar <GBP=>1,3389
Dollar/Yen <JPY=>158,84
Dollar/Franken <CHF=>0,7915
Dollar/Yuan <CNY=>6,8355
Dollar/Won <KRW=>1.481,10

(Bericht von Junko Fujita, geschrieben von Anika Ross. Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)



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