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04.04.2026 /11:39:49
Ölpreisschock auch in Afrika - Senegal verbietet Dienstreisen

Dakar, 04. Apr (Reuters) - Wegen der explodierenden Ölpreise infolge des Iran-Krieges hat die Regierung des Senegal alle nicht notwendigen Auslandsreisen für Minister und Regierungsmitarbeiter gestrichen. Ministerpräsident Ousmane Sonko warnte am Freitagabend vor extrem schwierigen Zeiten. Die stark gestiegenen Energiekosten belasten den Haushalt des westafrikanischen Landes. Bei einer Jugendveranstaltung in der Küstenstadt Mbour verwies Sonko darauf, dass Rohöl derzeit für etwa 115 Dollar pro Barrel gehandelt werde. In den Haushaltsplanungen des hoch verschuldeten Landes seien jedoch 62 Dollar veranschlagt worden.

"Kein Minister meiner Regierung wird das Land verlassen, es sei denn, es handelt sich um eine unerlässliche Aufgabe, die mit unserer aktuellen Arbeit zusammenhängt", sagte der Regierungschef. Er selbst habe geplante Reisen in den Niger, nach Spanien und Frankreich abgesagt. Sonko kündigte für die kommende Woche weitere Schritte an. Der Minister für Energie und Bergbau werde sich in den nächsten Tagen an die Bevölkerung wenden, um die Pläne der Regierung im Detail vorzustellen.

(Bericht von Bate Felix und Diadie Ba, geschrieben von Hans Busemann, redigiert von Elke Ahlswede. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte)

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