Peking, 05. Apr (Reuters) - In China ist ein wegen Drogenschmuggels verurteilter Franzose hingerichtet worden. Die Regierung in Peking bestätigte am Sonntag die Vollstreckung des Todesurteils und wies Kritik der Regierung in Paris zurück. Die chinesische Botschaft in Frankreich teilte mit, dass bei Angeklagten nicht nach Nationalität diskriminiert werde.
Das französische Außenministerium hatte am Samstag erklärt, es bedaure die Vollstreckung des Todesurteils an dem 62-jährigen Chan Thao Phoumy nach rund 20 Jahren Haft. Es sei eine Verletzung seiner Rechte, dass dessen Verteidigung nicht an der letzten Anhörung vor Gericht habe teilnehmen dürfen.
Der im südchinesischen Guangzhou geborene und später eingebürgerte Franzose war 2005 festgenommen und 2007 zunächst zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt worden. 2010 verhängte ein Gericht in seiner Geburtsstadt die Todesstrafe. Ihm wurde die Beteiligung an einem Drogengeschäft im Umfang von 100 Millionen Yuan (etwa 15 Millionen Dollar) zur Last gelegt, bei dem große Mengen Crystal Meth hergestellt, transportiert und in China verkauft wurden.
(Bericht von Eduardo Baptista, geschrieben von Hans Busemann. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte)