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05.04.2026 /13:22:56
NAHOST-TICKER-Öltanker mit irakischem Rohöl passiert Straße von Hormus

05. Apr (Reuters) - Es folgen Meldungen rund um die Entwicklungen im Nahen Osten. Zum Teil lassen sich Angaben nicht unabhängig überprüfen.

13.15 Uhr - Ein mit irakischem Rohöl beladener Tanker passiert Daten von LSEG und Kpler zufolge die Straße von Hormus nahe der iranischen Küste. Zuvor hat der Iran den Irak von den Transitbeschränkungen für die wichtige Seeroute ausgenommen. Die "Ocean Thunder" hat den Daten nach rund eine Million Barrel Rohöl geladen und soll ihre Fracht Mitte April in Malaysia entladen. Der Iran blockiert die Meerenge, durch die etwa ein Fünftel der weltweiten Öl- und LNG-Transporte fließt, seit US- und israelischen Luftangriffen Ende Februar für Schiffe mit Verbindungen in die USA oder nach Israel. Andere Schiffe dürfen die Route inzwischen wieder passieren.

12.44 Uhr - Nach einem iranischen Drohnenangriff meldet die Kuwait Petroleum Corporation schwere Sachschäden. Der Angriff löst Brände in den Betriebsanlagen aus, teilt der Konzern mit. Verletzte gibt es demnach nicht. Einsatzkräfte arbeiten daran, die Flammen einzudämmen und ein Übergreifen auf andere Einrichtungen zu verhindern.

12.15 Uhr - Papst Leo ruft in seiner Osterbotschaft die Staats- und Regierungschefs weltweit zur Beendigung von Konflikten und zum Verzicht auf Machtstreben auf. "Sollen diejenigen, die Waffen haben, sie niederlegen", appelliert das Oberhaupt der katholischen Kirche beim traditionellen Segen "Urbi et Orbi" auf dem Petersplatz in Rom. Der erste US-Papst nennt in seiner Rede zwar keine spezifischen Konflikte, hat jedoch in den vergangenen Wochen den Krieg im Iran scharf kritisiert und US-Präsident Donald Trump aufgefordert, einen Ausweg aus dem Konflikt zu finden.

12.02 Uhr - Die stellvertretenden Außenminister des Oman und des Iran haben Gespräche geführt, um Möglichkeiten zur Gewährleistung eines reibungslosen Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormus zu erörtern. Dies teilt das omanische Außenministerium auf X mit. Die Gespräche fanden statt, nachdem ein iranischer Vertreter am Donnerstag erklärt hatte, der Iran arbeite gemeinsam mit Oman an einem Protokoll zur Überwachung des Schiffsverkehrs in der Meerenge, durch die rund ein Fünftel der weltweiten Ölvorräte transportiert wird.

11.22 Uhr - Bei einem israelischen Luftangriff im nördlichen Gazastreifen sind der örtlichen Gesundheitsbehörde zufolge vier Palästinenser ums Leben gekommen. Sanitäter berichten, der Luftangriff habe eine Gruppe von Menschen in Gaza-Stadt getroffen, wobei vier Menschen getötet und weitere verletzt wurden. Dies ist der jüngste Gewaltausbruch, der den brüchigen Waffenstillstand überschattet, während Vermittler erneut versuchen, das Abkommen zu festigen. Das israelische Militär äußert sich zunächst nicht zu dem Vorfall.

10.44 Uhr - Die Opec+ erwägt Insidern zufolge eine Ausweitung der Ölförderung. Ein solcher Schritt dürfte jedoch weitgehend nur auf dem Papier existieren, da die wichtigsten Mitglieder der Allianz wegen des Krieges der USA und Israels gegen den Iran ihre Produktion nicht hochfahren können, sagen vier mit den Plänen vertraute Personen. Durch den Krieg ist die Straße von Hormus blockiert, was die Exporte der Opec+-Mitglieder Saudi-Arabien, Vereinigte Arabische Emirate, Kuwait und Irak begrenzt. Andere Staaten wie Russland können ihre Förderung wegen westlicher Sanktionen und Schäden durch den Krieg mit der Ukraine nicht steigern. Zudem ist die Infrastruktur am Golf durch Raketen- und Drohnenangriffe schwer beschädigt. Derzeit fallen schätzungsweise zwölf bis 15 Millionen Barrel pro Tag oder bis zu 15 Prozent des weltweiten Angebots weg. Das treibt den Ölpreis in die Höhe. Derzeit kostet ein Barrel fast 120 Dollar. Sollte die Meerenge bis Mitte Mai blockiert bleiben, könnten die Preise laut der Bank JPMorgan auf ein Rekordhoch von über 150 Dollar klettern. Bei dem aktuellen Treffen geht es um die Förderquoten für Mai.

08.24 Uhr - Im Rahmen der US-Mission zur Rettung eines im Iran gestrandeten Piloten seien mehrere "fliegende Objekte" zerstört worden, teilt die iranische Revolutionsgarde laut der Nachrichtenagentur Tasnim mit. Während eines gemeinsamen Einsatzes von Luftwaffe, Bodentruppen, Volksmilizen, der Basidsch-Miliz und Polizeikommando seien feindliche Flugobjekte zerstört worden. Zuvor hat das iranische Polizeikommando bekanntgegeben, dass ein US-Transportflugzeug des Typs C-130 im Süden von Isfahan abgeschossen worden sei. In derselben Provinz sei auch eine israelische Drohne abgeschossen worden, teilt die iranische Armee mit.

06.22 Uhr - Der gerettete US-Pilot ist nach Angaben von US-Präsident Donald Trump wohlbehalten. Er habe zwar Verletzung davongetragen, aber es gehe ihm gut, schreibt Trump auf seiner Plattform Truth Social. "Das US-Militär hat eine der gewagtesten Such- und Rettungsaktionen in der Geschichte der USA bewerkstelligt ? für einen unserer unglaublichen Offiziere, der zufällig auch ein hoch angesehener Oberst ist und von dem ich Ihnen voller Freude mitteilen kann, dass er GESUND und MUNTER ist", schreibt Trump.

06.02 Uhr - US-Streitkräfte retten einen Piloten aus einem im Iran abgestürzten F-15-Kampfjet. Dies sagen zwei US-Regierungsvertreter der Nachrichtenagentur Reuters. Zuvor hatte das Nachrichtenportal Axios berichtet, es handele sich um das zweite gerettete Besatzungsmitglied.

05.54 Uhr - US-Streitkräfte retten das zweite Besatzungsmitglied eines im Iran abgestürzten F-15-Kampfjets, meldet das Nachrichtenportal "Axios".

05.03 Uhr - Südkorea bittet die Golfstaaten um stabile Energielieferungen. Finanzminister Koo Yun-cheol habe zudem um den Schutz koreanischer Schiffe in der Straße von Hormus gebeten, teilt das Ministerium mit. Die Gesandten sagten eine enge Abstimmung zu, um die Versorgung zu gewährleisten. Hintergrund ist der eskalierende Krieg mit dem Iran, der den Schiffsverkehr stört.

02.20 Uhr - Kuwait wirft dem Iran einen Drohnenangriff auf einen Regierungskomplex vor. Bei dem Angriff am Samstag sei "erheblicher" Schaden entstanden, teilt die Regierung mit. Verletzte werden nicht gemeldet.

00.35 Uhr - In einer Öl-Anlage der Kuwait Petroleum Corporation (KPC) bricht nach einem Drohnenangriff ein Feuer aus. Verletzte werden nicht gemeldet, teilt die staatliche Nachrichtenagentur mit. Notfall- und Feuerwehrteams bekämpfen den Brand, heißt es weiter.

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