Singapur, 07. Apr (Reuters) - Die Sorge vor einer Eskalation im Konflikt zwischen den USA und dem Iran hat die asiatischen Börsen am Dienstag belastet. US-Präsident Donald Trump drohte dem Iran mit der Zerstörung von Kraftwerken und Brücken, sollte das Land seine Frist für ein Abkommen nicht einhalten. "Jede Umsetzung der Drohungen, die Energieinfrastruktur des Irans ins Visier zu nehmen, würde eine erhebliche Eskalation bedeuten und das Risiko von Vergeltungsmaßnahmen erhöhen, die die Energieanlagen am Golf weiter stören könnten", sagte Vasu Menon, Anlagestratege bei OCBC in Singapur. Der Konflikt schürte Sorgen vor einer Stagflation ? also einer hohen Inflation bei schwachem Wachstum. Händler rechnen nun nicht mehr mit Zinssenkungen der US-Notenbank Fed in diesem Jahr. In Tokio gab der 225 Werte umfassende Nikkei-Index <.N225> 0,2 Prozent auf 53.323,41 Punkte nach. Der breiter gefasste Topix blieb fast unverändert bei 3.643,90 Zählern. Die Börse in Shanghai gewann 0,5 Prozent.
Im asiatischen Devisenhandel gewann der Dollar geringfügig auf 159,83 Yen <JPY=> und näherte sich damit der Marke von 160 Yen, die Händler als mögliche Interventionsschwelle beobachten. Zum chinesischen Yuan <CNY=> legte er leicht auf 6,8787 Yuan zu. Zur Schweizer Währung notierte er 0,2 Prozent höher bei 0,7994 Franken <CHF=>. Parallel dazu blieb der Euro <EUR=> fast unverändert bei 1,1530 Dollar und bröckelte leicht auf 0,9219 Franken <EURCHF=> ab.
Am Rohstoffmarkt verteuerte sich die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee um 1,3 Prozent auf 111,14 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notierte 2,2 Prozent fester bei 114,90 Dollar. Der Goldpreis <XAU=> gab hingegen leicht um 0,2 Prozent auf 4640 Dollar je Feinunze nach.
Der US-Standardwerteindex Dow Jones hatte sich am Montag mit einem Plus von 0,4 Prozent bei 46.669,88 Punkten aus dem Handel verabschiedet. Der breit gefasste S&P 500 <.SPX> gewann 0,4 Prozent auf 6.611,83 Zähler, und der technologielastige Nasdaq <.IXIC> zog um 0,5 Prozent auf 21.996,34 Stellen an.
(Bericht von Ankur Banerjee. Geschrieben von Isabelle Noack. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)