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07.04.2026 /11:38:23
FOKUS 1-Ackman will Universal Music mit 56-Milliarden-Deal an die Wall Street bringen

* UMG soll nach Fusion an die New Yorker Börse
 
*Offerte liegt 78 Prozent über dem letzten Schlusskurs
 
*Aktienkurs schnellt in die Höhe
 
(Neu: Aktien, Anteilseigner)
07. Apr (Reuters) - Mit einer rund 56 Milliarden Euro
schweren Offerte will der US-Investor Bill Ackman den
Musikriesen Universal Music <UMG.AS> übernehmen und an die New
Yorker Börse bringen. Seine Investmentfirma Pershing
Square habe am Dienstag ein entsprechendes
unverbindliches Angebot unterbreitet, teilte sie mit. Universal
Music Group (UMG), das größte der drei Label neben Sony Music
und Warner Music, hat unter anderem Künstler wie Taylor Swift,
BTS, Billie Eilish oder Rammstein unter Vertrag.

Die Offerte stimmte die UMG-Anleger optimistisch. Die in Amsterdam notierten Aktien schnellten in der Spitze um mehr als 24 Prozent in die Höhe auf 21,25 Euro. Die Titel des UMG-Hauptaktionärs Bollore <BOLL.PA> legten um sechs Prozent zu und die des Anteilseigners Vivendi <VIV.PA> um rund zehn Prozent. Das französische Medienunternehmen, das 2021 den größten Teil seiner Musiktochter abgespalten hatte, lehnte eine Stellungnahme zu den Plänen des US-Milliardärs ab, ebenso wie die Anteilseigner Bollore und Tencent <1698.HK>.

Im Zuge der Transaktion soll UMG mit dem Börsenmantel Pershing Square SPARC Holdings verschmolzen werden und die daraus entstehende "New UMG" an die New Yorker Börse gehen. Durch den Schritt würden 17 Prozent der ausstehenden UMG-Aktien eingezogen, während die Bonität des Konzerns auf Investment-Niveau erhalten bliebe. Pershing Square rechnet mit einem Abschluss der Übernahme bis zum Jahresende.

Der Talentagent und ehemalige Präsident der Walt Disney Company <DIS.N>, Michael Ovitz, soll zudem dem UMG-Aufsichtsrat als Vorsitzender beitreten.



OFFERTE BEDEUTET AUFSCHLAG VON 78 PROZENT

Die Offerte aus Barmitteln und Aktien bewertet Universal Music mit 30,40 Euro je Aktie. Dies entspricht einem Aufschlag von 78 Prozent auf den letzten Schlusskurs von 17,10 Euro. Den Plänen zufolge sollen die UMG-Aktionäre für jedes ihrer Papiere 5,05 Euro in bar sowie 0,77 Aktien einer neuen Gesellschaft erhalten. Das Management von UMG habe hervorragende Arbeit geleistet und eine erstklassige Künstlerriege aufgebaut, sagte Pershing-Chef Ackman. Dennoch habe sich der Aktienkurs von UMG schlecht entwickelt. Als Gründe nannte Pershing Square unter anderem die Unsicherheit über den 18-prozentigen Anteil der Bollore-Gruppe sowie eine verschobene US-Börsennotierung.

(Bericht von Gnaneshwar Rajan in Bangalore, geschrieben von Anneli Palmen, redigiert von Ralf Banser Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)

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