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07.04.2026 /18:05:45
BÖRSEN-TICKER-Bericht über Probleme beim Falt-iPhone drückt Apple-Aktie

07. Apr (Reuters) - Es folgt der Börsen-Ticker zu wichtigen Kursbewegungen an den internationalen Finanzmärkten und ihren Ursachen:

18.00 Uhr - Ein Medienbericht über Probleme bei der Entwicklung des faltbaren iPhones setzt die Aktien von Apple <AAPL.O> unter Druck. Die Papiere des US-Technologiekonzerns bröckeln um rund 4,5 Prozent ab. Bei der Entwicklung des ersten faltbaren iPhones seien mehr technische Probleme aufgetaucht als erwartet, berichtete die japanische Wirtschaftszeitung "Nikkei Asia" unter Berufung auf Insider. Dies könnte die ersten Auslieferungen im schlimmsten Fall um mehrere Monate verzögern. Die "Nikkei" hatte im Januar berichtet, Apple wolle das neue Produkt in der zweiten Jahreshälfte 2026 auf den Markt bringen.

17.20 Uhr - Die rasante Teuerung bei Öl <CLc1> hat den Baumwollpreis <CTK6> auf seinen höchsten Stand seit fast einem Jahr getrieben. Der Terminkontrakt für die Lieferung im Mai legt um bis zu 0,7 Prozent auf 72,15 Cent je Pfund zu. "Die hohen Kosten für Vorprodukte beeinflussen die Anbauentscheidungen", sagt Jack Scoville, Mitglied der Geschäftsführung beim Broker Price Futures. Höhere Ölpreise verteuern die Herstellung von Polyester, das als Ersatz für Baumwolle dient. Ein Bericht des US-Landwirtschaftsministeriums zeigte, dass die Baumwollaussaat in der Woche bis zum 5. April zu fünf Prozent abgeschlossen war, verglichen mit vier Prozent zum gleichen Zeitpunkt im Vorjahr. Zugleich verweist Scoville auf die anhaltende Trockenheit in wichtigen US-Anbaugebieten, die den Anbau von Baumwolle beeinträchtigen und damit die Preise weiter anheizen könnte.

16.05 Uhr - Die Ankündigung einer Beteiligung am Chip-Fertigungsprojekt von Milliardär Elon Musk lässt Anleger bei Intel <INTC.O> zugreifen. Die Papiere des US-Chipherstellers klettern an der Wall Street um 3,5 Prozent. Intels Fähigkeiten bei Design und Fertigung von Hochleistungschips würden helfen, das Ziel des Projekts mit dem Namen "Terafab" zu beschleunigen, schreibt der Konzern auf der Social-Media-Plattform X. Dieses besteht darin, eine Rechenleistung von einem Terawatt pro Jahr bereitzustellen, um künftige Fortschritte bei KI und Robotik zu ermöglichen. An dem Vorhaben sind auch Musks Unternehmen SpaceX, Tesla <TSLA.O> und xAI beteiligt.

13.50 Uhr - Die USA wollen die Zahlungen an private Krankenversicherer im kommenden Jahr erhöhen und treiben damit den gesamten Sektor nach oben. Die Titel der Branchenriesen Humana <HUM.N>, CVS <CVS.N> und UnitedHealth <UNH.N> springen vorbörslich um rund sechs bis zehn Prozent nach oben. Die US-Regierung will nach eigenen Angaben die Zahlungen an Versicherer, die das staatlich geförderte Gesundheitsprogramm Medicare Advantage anbieten, im Schnitt um 2,48 Prozent erhöhen. Im Januar hatte sie eine Anhebung um nur 0,09 Prozent in Aussicht gestellt, was Aktien aus der Branche deutlich belastete. Die Versicherer führten daraufhin an, der Vorschlag spiegele die gestiegenen Kosten für medizinische Behandlungen nicht wider.

13.10 Uhr - Neue Partnerschaften im Bereich Künstlicher Intelligenz (KI) geben den Aktien von Broadcom <AVGO.O> Auftrieb. Die Papiere des US-Chipherstellers legen im vorbörslichen Handel an der Wall Street um rund drei Prozent zu. Broadcom werde für die Alphabet <GOOGL.O>-Tochter Google bis 2031 Spezialchips und andere Komponenten für die KI-Infrastruktur entwickeln und liefern, teilten die Unternehmen mit. Zudem habe Broadcom einen Vertrag mit dem KI-Start-up Anthropic über den Zugang zu einer KI-Rechenleistung von rund 3,5 Gigawatt geschlossen, die mit Google-Prozessoren bereitgestellt wird. Finanzielle Details wurden nicht genannt. Die Nachfrage nach maßgeschneiderten KI-Chips wie denen von Google ist in den vergangenen Jahren stark gestiegen, da Unternehmen Alternativen zu den kostspieligen Prozessoren von Nvidia <NVDA.O> suchen.

11.45 Uhr - Die Furcht vor weiteren US-Ausfuhrbeschränkungen für China belastet ASML <ASML.AS>. Die Titel des Chipindustrie-Zulieferers fallen in Amsterdam um bis zu 4,7 Prozent und steuern damit auf den größten Tagesverlust seit Ende November zu. Eine parteiübergreifende Gruppe von US-Politikern hatte vergangene Woche einen Gesetzesvorschlag für weitere Restriktionen bei der Ausfuhr von Anlagen zur Chipherstellung nach China eingebracht. Das geplante Gesetz würde sich direkt auf die Lieferungen von DUV-Immersionsanlagen durch ASML nach China sowie auf die damit verbundenen Service-Einnahmen auswirken, teilen die Analysten von JP Morgan mit. Bestehende, mit den USA abgestimmte und von der niederländischen Regierung durchgesetzte Vorschriften hindern ASML bereits daran, seine modernsten Werkzeuge nach China zu liefern. ASML verkauft jedoch weiterhin ältere DUV-Anlagen an chinesische Chiphersteller. Das neue Gesetz würde dies verbieten.

09.55 Uhr - Ein milliardenschweres Übernahmegebot stimmt Anleger bei der Universal Music Group <UMG.AS> optimistisch. Die Aktien des weltgrößten Musikkonzerns steigen in der Spitze um mehr als 24 Prozent auf 21,25 Euro. Der US-Investor Bill Ackman will UMG für rund 55,75 Milliarden Euro übernehmen. Seine Investmentfirma Pershing Square habe ein entsprechendes unverbindliches Angebot unterbreitet. Die Offerte aus Barmitteln und Aktien bewerte Universal Music mit 30,40 Euro je Aktie. Dies entspricht einem Aufschlag von 78 Prozent auf den letzten Schlusskurs von 17,10 Euro. UMG hat unter anderem Künstler wie Taylor Swift oder Billie Eilish unter Vertrag. Die Titel von Pershing Square geben in London dagegen leicht nach.

07.40 Uhr - Die Ölpreise ziehen weiter an, nachdem US-Präsident Donald Trump im Iran-Krieg sein Ultimatum an die Regierung in Teheran bekräftigt hat. Ein Barrel der Nordseesorte Brent verteuert sich um bis zu 1,8 Prozent auf 111,80 Dollar. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) <CLc1> steigt in der Spitze um 3,7 Prozent auf 116,56 Dollar. Trump fordert bis Dienstagabend (US-Zeit) die Öffnung der Straße von Hormus. Sollte es bis dahin keine Einigung geben, droht er damit, dass die US-Armee sämtliche Kraftwerke und Brücken des Landes zerstören werde.

(Zusammengestellt vom Reuters Marktteam. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)



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