* USA/IRAN - US-Präsident Donald Trump hat am Dienstag einem zweiwöchigen Waffenstillstand mit dem Iran zugestimmt und damit eine Eskalation des seit Wochen andauernden Konflikts vorerst abgewendet. Die Einigung kam weniger als zwei Stunden vor Ablauf eines von ihm gesetzten Ultimatums zustande, wie Trump auf seiner Social-Media-Plattform Truth Social mitteilte. Bedingung für die Waffenruhe ist demnach, dass der Iran seine Blockade der Straße von Hormus aufhebt. Trump erklärte, die militärischen Ziele seien erreicht worden, und man sei auf dem Weg zu einem langfristigen Friedensabkommen. "Dies wird ein zweiseitiger WAFFENSTILLSTAND sein!", schrieb er. Der Nationale Sicherheitsrat des Iran stellte die Einigung hingegen als Sieg dar und erklärte, Trump habe die iranischen Bedingungen für ein Ende der Feindseligkeiten akzeptiert. Der pakistanische Premierminister Shehbaz Sharif, der bei der Vereinbarung vermittelt hatte, lud Delegationen beider Länder für Freitag zu einem Treffen nach Islamabad ein.
* BÖRSEN/ASIEN - Die Einigung auf eine zweiwöchige Waffenruhe im Nahen Osten hat am Mittwoch eine Erleichterungsrally an den Finanzmärkten in Asien ausgelöst. In Tokio schoss der Nikkei-Index <.N225> um mehr als fünf Prozent in die Höhe. Die Hoffnung auf eine Wiederaufnahme der Öl- und Gaslieferungen durch die Straße von Hormus ließ die Ölpreise einbrechen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent verbilligte sich um rund 13 Prozent auf 95,22 Dollar.
* USA/NATO - US-Präsident Donald Trump empfängt Nato-Generalsekretär Mark Rutte im Weißen Haus in Washington. Das Treffen findet vor dem Hintergrund tiefer Risse in dem westlichen Militärbündnis wegen des Iran-Kriegs statt. Trump hatte zuletzt mit einem Austritt der USA aus der Nato gedroht, weil sich europäische Mitglieder weigerten, Schiffe zur Freigabe der Straße von Hormus zu entsenden. Der Nato zufolge ist die Reise Ruttes seit langem geplant.
* DEUTSCHLAND/ENERGIE - Bundesfinanzminister Lars Klingbeil will einem Medienbericht zufolge wegen der Energiepreiskrise mit Wirtschaft und Gewerkschaften zu einem Krisengipfel zusammenkommen. Das Treffen sei für Freitag im Finanzministerium geplant, berichtete der "Spiegel". Eingeladen zu dem "Sozialpartnergespräch" seien die Spitzen von Gewerkschaften wie der IG Metall und der IGBCE sowie der Arbeitgeber- und Wirtschaftsverbände BDI und BDA. Bei dem Austausch solle es um die Frage gehen, wie Bürger und Wirtschaft von den hohen Spritpreisen entlastet werden könnten. Zudem dürfte das von der Koalition derzeit erarbeitete Reformpaket Thema sein.
* DEUTSCHLAND/INDUSTRIE - Die deutsche Industrie dürfte in der Zeit vor dem Ausbruch des Nahost-Krieges mehr Aufträge eingesammelt haben. Von Reuters befragte Ökonomen stellen sich für den Monat Februar auf einen Zuwachs von 2,0 Prozent ein. Im Januar hatte es einen Einbruch um 11,1 Prozent gegeben. Klammert man Großbestellungen aus, lagen die Aufträge zum Jahresstart allerdings nur leicht mit 0,4 Prozent im Minus.
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TERMINE:
07:00 - Evotec SE <EVTG.DE> publishes annual report
* VOSSLOH <VOSG.DE> - Der Chef des Bahntechnikkonzerns, Oliver Schuster, hält den Ausleseprozess in der Branche noch nicht für beendet. "Ich erwarte eine weitere Konsolidierung des Marktes, an deren Ende nur einige wenige große Bahntechnikanbieter übrigbleiben werden", sagte er der "Börsen-Zeitung".
* LUFTFAHRT - Auch nach der Öffnung der Straße von Hormus wird es dem Weltverband der Fluggesellschaften IATA zufolge Monate dauern, bis die Versorgung mit Kerosin sich erhole. Er rechne zwar mit einem Rückgang der Rohölpreise, sagt IATA-Chef Willie Walsh in Singapur. Die Kosten für Flugbenzin blieben wegen der Auswirkungen auf die Raffinerien aber wahrscheinlich auf einem leicht erhöhten Niveau. Das treffe nicht nur auf Kerosin, sondern auch auf andere Produkte zu.
TERMINE:
08:00 - Shell <RDSA.L> publishes quarterly trading statement
09:30 - Zurich Insurance Group AG <ZURN.S> Annual Shareholders Meeting
11:00 - Palfinger AG Annual Shareholders Meeting
Zusatzinfo unter Doppelklick auf
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* WELTBANK - Der Iran-Krieg wird nach Einschätzung von Weltbank-Präsident Ajay Banga das globale Wirtschaftswachstum bremsen und die Inflation anheizen. Dies gelte unabhängig davon, wie schnell der Konflikt ende, sagt Banga bei einer Veranstaltung der Denkfabrik Atlantic Council. Die Weltbank habe über ihre Krisenfonds bereits rasch Milliardenhilfen für betroffene Länder bereitgestellt. Bei der Frühjahrstagung von Weltbank und Internationalem Währungsfonds (IWF) kommende Woche in Washington dürften Hilfen für Staaten im Mittelpunkt stehen, die unter kriegsbedingten Energiepreissteigerungen und gestörten Lieferketten litten, erklärt er weiter.
* FED - Anleger schauen wegen des andauernden Nahost-Krieges mit großem Interesse auf die Protokolle der jüngsten Zinssitzung der US-Notenbank. Die am Abend (20.00 Uhr MESZ) zur Veröffentlichung anstehenden Mitschriften geben Einblick in die internen Diskussionen der Währungshüter. Sie hatten Mitte März und damit wenige Wochen nach Ausbruch der Kampfhandlungen im Nahen Osten den Leitzins nicht angetastet. US-Zentralbankchef Jerome Powell hat unlängst eine weiter abwartende Haltung in der Geldpolitik signalisiert. Die längerfristigen Inflationserwartungen seien trotz des aktuellen Energieschocks offenbar stabil. Die Zentralbank sei daher mit Blick auf die Zinspolitik nicht unter Zugzwang.
| TERMINE: | |
| 08:00 | - Germany-Industrial Orders |
| 09:30 | - Germany-PMI Construction |
| 10:30 | - United Kingdom-All-Sector PMI |
| 10:30 | - S&P Global releases UK construction PMI for March |
| 11:00 | - Euro Zone-Retail Sales |
| 19:00 | - Federal Reserve's Daly speaks on the economy and monetary policy |
| 20:00 | - Federal Open Market Committee (FOMC) issues minutes from its meeting of March 17-18 |
| 20:30 | - Fed?s Waller speaks at student conference in Minnesota |
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| INDIKATOREN: | ||||||
| Local | Country | Indicator | Period | Poll | Prior | Unit |
| Time | ||||||
| 8:00:00 | DE | Industrial | Feb | 2 | -11.1 | Percent |
| Orders m/m | ||||||
| 0900 | CH | Unemploymen | Mar | 3.0 | Percent | |
| t Rate, | ||||||
| adjusted | ||||||
| 11:00:00 | EU | Producer | Feb | -0.7 | 0.7 | Percent |
| Prices m/m | ||||||
| 11:00:00 | EU | Producer | Feb | -3 | -2.1 | Percent |
| Prices y/y | ||||||
| 1100 | EU | EZ Retail | Feb | -0.2 | -0.1 | Percent |
| Sales m/m | ||||||
| 1100 | EU | EZ Retail | Feb | 1.7 | 2.0 | Percent |
| Sales y/y | ||||||
Die Prognosen sind Konsensschätzungen einer Reuters-Umfrage.
Zusatzinfo unter: <ECON>
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* DEUTSCHLAND/WEHRDIENST - Die Ausreise von jüngeren Männern wird auch künftig trotz des neuen Wehrdienstgesetzes ohne Genehmigung möglich sein. Es werde noch diese Woche eine generelle Ausnahme trotz der im Gesetz verankerten Genehmigungspflicht für solche Reisen geben, kündigte eine Sprecherin des Ministeriums an. Die Genehmigung wäre ohnehin regelmäßig erteilt worden, man wolle aber unnötige Bürokratie vermeiden.
* RUSSLAND/SPIONAGE - Weil die russische Hacker-Gruppe APT28 bestimmte Internetrouter infiltriert hat, ruft der Verfassungsschutz zu Vorsichtsmaßnahmen auf. Die Hacker-Gruppe, die dem russischen Militärgeheimdienst GRU zugerechnet wird, habe weltweit anfällige Internetrouter des Herstellers TP-Link infiltriert, teilte das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) mit. Ziel sei es, militärische Informationen, Regierungsinformationen oder Informationen über kritische Infrastruktur (KRITIS) zu erhalten. Die Warnung werde zusammen mit Partnerdiensten wie dem BND und dem FBI ausgesprochen.
* USA/WAHL - Der von US-Präsident Donald Trump unterstützte Republikaner Clay Fuller hat die Nachwahl um einen Sitz im US-Repräsentantenhaus in Georgia gewonnen. US-Medien berichteten, dass sich der ehemalige Staatsanwalt gegen den gemäßigten Demokraten Shawn Harris durchsetzte. Die Wahl war nötig geworden, da die bisherige Abgeordnete, die konservative Hardlinerin Marjorie Taylor Greene, ihr Mandat im Januar nach einem öffentlichen Bruch mit Trump niedergelegt hatte.
TERMINE:
German government press conference
U.S. Vice President Vance continues visit to Hungary ahead of key election
21:30 - U.S. President Donald Trump hosts NATO Secretary-General Mark Rutte at the White House
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* WALL STREET - Hoffnungen der Anleger auf eine diplomatische Lösung des Iran-Kriegs haben die Wall Street am Dienstag gestützt.
| DEVISEN | |||
| Währungen | Kurse | Veränderung in | |
| um | Prozent | ||
| 07:00 Uhr | |||
| Euro/Dollar <EUR=> | 1,1675 | +0,7% | |
| Pfund/Dollar <GBP=> | 1,3414 | +0,9% | |
| Dollar/Franken <CHF=> | 0,7893 | -1,0% | |
Euro/Franken| 0,9217 | -0,3% | | |
| Dollar/Yen <JPY=> | 158,33 | -0,8% | |
| Bitcoin/Dollar <BTC=> | 71.569,48 | +3,3% | |
| Ethereum/Dollar <ETH=> | 2.241,17 | +6,0% | |
| Kurs | EZB-Fixing am | ||
| um | 7.04.2026 | ||
| 07:00 Uhr | |||
| Euro/Pfund <EURGBP=> | 0,8701 | 0,8726 | |
| Zusatzinfo zum Devisenmarkt unter: | |||
| US-AKTIEN | |||
| Schlusskurse der | Stand Veränderung | in | |
| US-Indizesam Dienstag | Prozent | ||
| Dow Jones | 46.584,46 | -0,2% | |
| Nasdaq <.IXIC> | 22.017,85 | +0,1% | |
| S&P 500 <.SPX> | 6.616,85 | +0,1% | |
| Zusatzinfo zum US-Aktienmarkt | unter: | ||
| ASIATISCHE AKTIEN | |||
| Asiatische Aktienindizes am | Kurse um 07:00 Veränderung | in | |
| Mittwoch | Uhr | Prozent | |
| Nikkei <.N225> | 56.308,00 | +5,4% | |
| Topix | 3.778,21 | +3,4% | |
| Shanghai | 3.964,72 | +1,9% | |
| CSI300 | 4.563,03 | +2,8% | |
| Hang Seng <.HSI> | 25.833,58 | +2,9% | |
| Kospi | 5.915,60 | +7,7% | |
| Zusatzinfo zu den asiatischen | Aktienmärkten unter: | ||
| EUROPÄISCHE AKTIEN | |||
| Schlusskurse europäischer | Stand | ||
| Aktien-Indizes und -Futures | |||
| am Dienstag | |||
| Dax <.GDAXI> | 22.921,59 | ||
| EuroStoxx50 <.STOXX50E> | 5.633,22 | ||
| SMI <.SSMI> | 12.790,35 | ||
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| Indikationen | Stand |
| Dax bei Lang & | 23.228,00 |
| Schwarz <DAX=LUSG> | |
| Late/Early-Dax <.GDAXIL> | 23.065,87 |
| SMI-Future <FSMIc1> | 12.662,00 |
| Zusatzinfo zum Aktienmarkt unter: | |
| ANLEIHEN | |
| Anleihe-Futures | Stand |
| Bund-Future <FGBLc1> | 126,26 |
| T-Bond-Future <USc1> | 114,78 |
| Gilt-Future | 87,65 |
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| Anleihe-Renditen | Stand | Schluss-Rendit |
| e am | ||
| am 7.04.2026 | ||
| 10-jährige | 3,062% | 3,083% |
| Bundesanleihe <DE10YT=RR> | ||
| 30-jährige | 3,555% | 3,539% |
| Bundesanleihe <DE30YT=RR> | ||
| 10-jährige | 4,242% | 4,343% |
| US-Anleihe | ||
| 30-jährige | 4,848% | 4,921% |
| US-Anleihe | ||
| 10-jährige brit. | 4,947% | 4,906% |
| Anleihe <GB10YT=RR> | ||
| 30-jährige brit. | 5,555% | 5,508% |
| Anleihe <GB30YT=RR> | ||
| Zusatzinfo zu den Anleihemärkten unter: | ||
| ROHSTOFFE | ||
| Energie und Metalle | Preise um | Veränderung in |
| 07:00 Uhr | Prozent | |
| Brent-Öl ($/Barrel) | 94,94 | -13,1% |
| WTI-Öl <CLc1> ($/Barrel) | 96,77 | -14,3% |
| US-Erdgas ($/MMBTU) | 2,7490 | -4,2% |
| Gold <XAU=> ($/Feinunze) | 4.803,44 | +2,2% |
| Kupfer ($/Tonne) | 12.628,50 | +2,6% |
Zusatzinfo zu den Rohstoffmärkten unter:
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(Zusammengestellt von den Reuters-Redaktionen in Frankfurt, Berlin und Danzig. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an die Redaktionsleitung unter den Telefonnummern 030 2201 33711 (für Politik und Konjunktur) 030 2201 33702 (für Unternehmen und Märkte)