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08.04.2026 /04:56:02
MÄRKTE-Waffenruhe im Nahen Osten beflügelt Börsen - Ölpreis bricht ein

Singapur, 08. Apr (Reuters) - Die Einigung auf eine zweiwöchige Waffenruhe im Nahen Osten hat am Mittwoch eine Erleichterungsrally an den Finanzmärkten ausgelöst. Die Hoffnung auf eine Wiederaufnahme der Öl- und Gaslieferungen durch die Straße von Hormus ließ die Ölpreise einbrechen und beflügelte die Aktienmärkte. In Tokio schoss der Nikkei-Index <.N225> um fünf Prozent in die Höhe. Der südkoreanische Kospi legte um sechs Prozent zu, was zu einer Handelsunterbrechung führte. Analysten zeigten sich jedoch zurückhaltend, ob die Waffenruhe zu einer dauerhaften Lösung führen wird. Die entscheidende Frage sei, ob die Verhandlungen in den nächsten zwei Wochen vorankommen, sagte Charu Chanana, Anlagestrategin bei Saxo. "Das wird darüber entscheiden, ob dies nur eine Erleichterungsrally bleibt oder sich zu einer dauerhaften Deeskalation entwickelt." Der Einigung waren wochenlange Spannungen vorausgegangen, nachdem Angriffe der USA und Israels auf den Iran die Region an den Rand eines Krieges gebracht hatten. Teheran hatte daraufhin die strategisch wichtige Wasserstraße blockiert.

DEVISEN

Am Devisenmarkt geriet der Dollar, der in den vergangenen Wochen als sicherer Hafen gesucht war, unter Druck. Er verlor 0,7 Prozent auf 158,51 Yen <JPY=> und 0,9 Prozent auf 0,7902 Schweizer Franken <CHF=>. Der Euro <EUR=> legte im Gegenzug um 0,7 Prozent auf 1,1670 Dollar zu.

ROHSTOFFE

Die Ölpreise brachen ein. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent verbilligte sich um 12,9 Prozent auf 95,22 Dollar. Das US-Öl WTI notierte 14,7 Prozent schwächer bei 96,39 Dollar. Der Goldpreis <XAU=> stieg dagegen um mehr als zwei Prozent auf 4812 Dollar je Feinunze.

WALL STREET

An der Wall Street hatte der Dow-Jones-Index am Dienstag mit einem Minus von 0,2 Prozent bei 46.584,46 Punkten geschlossen. Der breit gefasste S&P 500 <.SPX> notierte kaum verändert, während der technologielastige Nasdaq <.IXIC> stagnierte. Die Futures auf den S&P 500 deuteten zur Eröffnung am Mittwoch jedoch auf ein Plus von über zwei Prozent hin.

(Bericht von Tom Westbrook und Ankur Banerjee. Geschrieben von Isabelle Noack. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)



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