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08.04.2026 /09:20:12
BÖRSEN-TICKER-Geldmärkte rechnen nicht mehr mit EZB-Zinserhöhung im April

Frankfurt, 08. Apr (Reuters) - Es folgt der Börsen-Ticker zu wichtigen Kursbewegungen an den internationalen Finanzmärkten und ihren Ursachen:

09.15 Uhr - An den Geldmärkten wird nicht mehr mit einer Zinserhöhung der Europäischen Zentralbank (EZB) bereits in diesem Monat gerechnet. Dafür wird nur noch eine Wahrscheinlichkeit von 20 Prozent eingepreist. Am Dienstag und damit vor Verbreitung der Nachricht, dass US-Präsident Donald Trump einer zweiwöchigen Feuerpause mit dem Iran zugestimmt hat, waren die Chancen auf eine Erhöhung im April noch auf 60 Prozent taxiert worden.

08.25 Uhr - Die Ankündigung eines Waffenstillstandes im US-Iran-Krieg hat die Ölpreise einbrechen lassen. Nordsee-Rohöl der Sorte Brent und US-Leichtöl WTI <CLc1> verbilligen sich um jeweils fast 15 Prozent auf 93,92 und 95,70 Dollar je Fass (159 Liter). Die Preise erreichen damit den tiefsten Stand seit fast einem Monat. Weniger als zwei Stunden vor Ablauf eines von ihm gesetzten Ultimatums stimmte US-Präsident Donald Trump einem zweiwöchigen Waffenstillstand mit dem Iran zu. Bedingung für die Waffenruhe sei, dass der Iran seine Blockade der für Öltransporte wichtigen Straße von Hormus aufhebt, teilte Trump auf seiner Social-Media-Plattform Truth Social mit. Experten zeigen sich jedoch vorsichtig. "In Normalzeiten passieren rund 135 Schiffe täglich die Meerenge. Die Wiederaufnahme des Verkehrs wird selbst bei zügiger Umsetzung nur schrittweise erfolgen", schreiben die Analysten der LBBW. Damit blieben Lieferkettenstörungen und temporäre Engpässe an den Energie- und Gütermärkten ein relevantes Risiko.

(Zusammengestellt vom Reuters Marktteam. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)



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