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08.04.2026 /16:53:11
Bund legt wohl im Herbst Konzept für Trassenpreise vor

Berlin, 08. Apr (Reuters) - Das Konzept des Bundes für die Schienenmaut im Nahverkehr dürfte im Spätherbst stehen. Im November könnte die Reform des Trassenpreissystems in trockenen Tüchern sein, hieß es am Mittwoch im Umfeld des Bundesverkehrsministeriums. Danach müsse sie noch von der Bundesnetzagentur genehmigt werden, bevor das System zum Fahrplanwechsel Mitte Dezember in Kraft treten soll. Bei einem Treffen mit der Schienenbranche gab es allerdings eher wenig neue Informationen. "Wir haben aus dem Termin nichts Neues erfahren, was wir bedauern", sagte ein Sprecher des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV). Auch an anderer Stelle der Bahnbranche hieß es, man sei ernüchtert, denn die Zeit dränge.

Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) steht unter Druck, rasch eine Reform des Trassenpreissystems vorzulegen. Denn der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat die bisherige Regelung beanstandet, die die Nahverkehrsanbieter begünstigt hatte. Im Fern- und Güterverkehr wurden dafür höhere Entgelte zur Nutzung des Schienennetzes in Rechnung gestellt.

Trassenpreise, auch Schienenmaut genannt, sind Gebühren, die Verkehrsbetriebe an die Infrastruktursparte der Deutschen Bahn, DB InfraGo, zahlen müssen, wenn sie das Schienennetz nutzen. Die InfraGo muss diese Entgelte von der Bundesnetzagentur genehmigen lassen.

(Bericht von Klaus Lauer, redigiert von Philipp Krach. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)

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