| * China-Absatz sinkt um ein Viertel | |
| * | Wachstum in Europa und den USA |
| * | Auftragseingang mit Neuheiten höher als erwartet |
| (Neu: Details zu Regionen und Modellen) | |
| Frankfurt, 09. Apr (Reuters) - Der Autobauer | |
| Mercedes-Benz <MBGn.DE> hat das Jahr wegen eines Einbruchs in | |
| China mit einem weiteren Absatzrückgang begonnen. Von Januar bis | |
| März verkauften die Schwaben im Hauptgeschäftsfeld Mercedes-Benz | |
| Cars gut 419.000 Fahrzeuge und damit sechs Prozent weniger als | |
| im Vorjahreszeitraum, wie das Unternehmen am Donnerstag | |
| mitteilte. In China erlitt die Marke mit dem Stern einen | |
| Absatzrückgang um 27 Prozent auf 111.600 Stück. Am größten | |
| Automarkt der Welt kämpft der Hersteller von Premium- und | |
| Luxusfahrzeugen mit schwacher Nachfrage und scharfer Konkurrenz. | |
In China sei das Marktumfeld weiterhin herausfordernd, erklärte der Dax-Konzern. Auch das Auslaufen einiger Modelle vor anstehenden Generationswechseln dämpften die Verkäufe. "2026 ist für Mercedes-Benz in China ein Übergangsjahr, das maßgeblich durch Wechsel bei mehreren Schlüsselmodellen geprägt wird", hieß es. Dabei will Mercedes die Kundschaft mit modernstem, maßgeschneidertem Infotainment überzeugen.
Ohne China wäre der Absatz um fünf Prozent gestiegen, hob der Autobauer hervor. Die anderen großen Märkte liefennämlich besser: In den USA legten die Verkäufe um 20 Prozent auf 81.100 Einheiten zu, obwohl dort die stark erhöhten Importzölle das Geschäft erschweren. Gefragt seien vor allem Spitzenmodelle. "Künftig wird das Unternehmen den Fokus noch stärker auf die Lokalisierung von Produkten sowie auf die Wertschöpfung in dieser Region legen." In Europa kletterte der Absatz um sieben Prozent auf gut 158.000 Autos. Vor allem die Elektroautos verkauften sich dank neuer Modelle besser, mit 34 Prozent Wachstum im Vergleich zu einem schwachen Vorjahr.
Belastet hat im ersten Quartal der Iran-Krieg, der den wichtigen Markt der Golfstaaten in Mitleidenschaft zieht. Mercedes-Benz hatte in den vergangenen Jahren dort stark in den Vertrieb investiert. Schwächere Nachfrage trug zum Rückgang der Verkäufe außerhalb der drei großen Weltregionen bei.
Das Geschäftsfeld Vans schlug in den ersten drei Monaten mit gut 80.000 Fahrzeugen drei Prozent weniger los. Impulse erhofft sich Van-Chef Thomas Klein vom neuen Großraumvan VLE für Privatkunden.
Für das laufende Jahr zeigte sich Vertriebschef Mathias Geisen zuversichtlich. Der Auftragseingang übertreffe die Erwartungen deutlich, so etwa der Bestelleingang für die neue S-Klasse. Die Auftragsbücher für die neuen E-Modelle CLA, GLB und GLC seien bis weit in die zweite Jahreshälfte gefüllt. "Mit der zunehmenden Verfügbarkeit unserer neuen Produkte konzentrieren wir uns darauf, das starke Kundeninteresse in den kommenden Monaten in eine positive Absatzdynamik zu überführen", erklärte Geisen. In diesem Jahr soll der Pkw-Absatz der Marke mit dem Stern auf Vorjahresniveau liegen, nach einem Rückgang um neun Prozent auf 1,8 Millionen Autos 2025.
(Bericht von Ilona Wissenbach, redigiert von Philipp Krach. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an die Redaktionsleitung unter frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com)