Nachricht


09.04.2026 /15:51:34
MÄRKTE-Friedenshoffnung schwindet - Wall Street gibt nach

Frankfurt, 09. Apr (Reuters) - Zweifel an einem baldigen Ende des Iran-Krieges haben die Wall Street nach der Rally vom Mittwoch erneut ins Minus gedrückt. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte notierte zur Eröffnung am Donnerstag 0,3 Prozent tiefer bei 47.772 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 <.SPX> und der Index der Technologiebörse Nasdaq <.IXIC> gaben jeweils leicht nach und lagen bei 6776 und 22.609 Zählern.

Mit den schwersten Angriffen auf den Libanon seit Kriegsbeginn hat Israel die von US-Präsident Donald Trump vermittelte Feuerpause mit dem Iran in Gefahr gebracht. Dennoch reisten iranische Unterhändler nach Pakistan, um sich dort am Samstag mit einer US-Delegation zu den ersten Friedensgesprächen zu treffen. "Für Anleger ist die Lage sehr schwierig, denn sie haben es mit einem Konflikt zu tun, bei dem offenbar nicht einmal die Beteiligten selbst genau wissen, was sie wollen", kommentierte Peter Kinsella von der Schweizer Privatbank UBP.

Im Fokus standen zugleich die erneut steigenden Ölpreise <CLc1> und ihre Auswirkungen auf die Verbraucherpreise. Der sogenannte PCE-Index der Konsumausgaben, der für die US-Notenbank ein wichtiges Inflationsmaß darstellt, legte im Februar zum Vorjahresmonat wie erwartet um 2,8 Prozent zu. Nun blicken Anleger auf den offiziellen US-Inflationsbericht für März, der am Freitag veröffentlicht wird.

Für Gesprächsstoff bei den Einzelwerten sorgte unter anderem CoreWeave <CRWV.O>. Der Cloud-Anbieter hat einen milliardenschweren Auftrag von Meta <META.O> erhalten. Die CoreWeave-Aktien stiegen nach der Ankündigung um rund zwei Prozent.

Um 5,5 Prozent nach unten ging es hingegen für Applied Digital <APLD.O>. Erhöhte Kosten vergrößerten die Verluste des Datenzentren-Betreibers im dritten Quartal.

(Bericht von Sanne Schimanski Redigiert von Scot W. Stevenson Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)



Hinsichtlich weiterer Informationen und einer gegebenenfalls erforderlichen Offenlegung potenzieller Interessenkonflikte nach § 85 WpHG der für die Erstellung der zugrunde liegenden Finanzinformationen oder Analysen verantwortlichen Unternehmen wird auf das Informationsangebot dieser Unternehmen (Internetseite und andere Informationskanäle) verwiesen.