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09.04.2026 /17:18:30
FOKUS 1-Nike luchst Adidas ab 2027 den Champions-League-Fußball ab

* Uefa und Klubs bestätigen exklusive Verhandlungen
 
*"FT": Nike bietet doppelt so viel wie Adidas bisher
 
*Nike hatte Adidas schon beim DFB ausgestochen
 
(neu: Stellungnahme Adidas)
München, 09. Apr (Reuters) - Der offizielle Spielball
der Fußball-Champions League kommt nach mehr als einem
Vierteljahrhundert von 2027 an nicht mehr von Adidas <ADSGn.DE>.
Der europäische Fußball-Verband Uefa und die Vereinigung der
europäischen Fußballklubs (EFC) teilten am Donnerstag mit, sie
führten exklusive Verhandlungen mit dem Adidas-Erzrivalen
Nike <NKE.N> über den Zuschlag für die Ball-Rechte von 2027 bis
2031. Die Champions League gilt als der wichtigste
Vereins-Fußballwettbewerb in Europa. Adidas stellt den
offiziellen Champions-League-Ball mit dem charakteristischen
Sternen-Muster seit 2001, vorher hatten die Klubs schon einmal
mit Nike-Bällen gespielt.

Einem Bericht der "Financial Times" zufolge dürfte Nike mehr als 40 Millionen Euro für die Rechte zahlen, etwa doppelt so viel wie Adidas bisher. Adidas bestätigte den Verlust der Ball-Rechte nach dem Ende der Saison 2026/27. "Wir sind stolz, die ikonischste Serie von Fußbällen aller Zeiten kreiert zu haben", sagte ein Sprecher. Er verwies darauf, dass Adidas weiterhin die Bälle für alle Fifa-Wettbewerbe, die Europameisterschaft, die Champions League der Frauen und die deutsche Bundesliga stellen werde. Die Fußball-Bundesliga spielt zwar derzeit mit Bällen des mittelständischen Herstellers Derbystar. Von der nächsten Saison an stellt allerdings Adidas nach acht Jahren Pause wieder den offiziellen Spielball.

Der Champions-League-Vertrag, den erstmals die Marketing-Agentur Relevent für die Uefa und die Klubs ausgehandelt hat, umfasst auch den Spielball für die Europa League und die Conference League, die unterhalb der Champions League angesiedelt sind. Für die beiden Wettbewerbe lagen die Ball-Rechte bisher beim Sporthändler Decathlon.

Nike hatte Adidas vor zwei Jahren bereits den Ausrüster-Vertrag mit dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) abgeluchst. Die deutschen Nationalteams tragen von 2027 an Nike-Trikots und -Hosen. Auch dort hatten die Amerikaner den jahrzehntelangen Ausrüster Adidas mit einem hohen Gebot ausgestochen, die Rede war von mehr als 100 Millionen Euro.

(Bericht von Alexander Hübner und Helen Reid redigiert von Ralf Banser. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)

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