09. Apr (Reuters) - Es folgen Entwicklungen rund um den Krieg in der Ukraine. Zum Teil lassen sich Angaben nicht unabhängig überprüfen.
23.20 Uhr - Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj stimmt der vom russischen Präsidenten Wladimir Putin angekündigten Feuerpause anlässlich der Osterfeiertage der russisch-orthodoxen Kirche zu. "Die Ukraine hat wiederholt erklärt, dass wir zu gegenseitigen Schritten bereit sind", schreibt Selenskyj auf Telegram. Man habe eine Waffenruhe über die Feiertage vorgeschlagen und werde entsprechend handeln. Zuvor hatte der Kreml seinen Truppen eine 32-stündige Feuerpause befohlen. Die Menschen bräuchten ein Osterfest ohne Bedrohungen, erklärt Selenskyj weiter. Russland habe zudem die Chance, auch nach Ostern auf Angriffe zu verzichten.
21.19 Uhr - Der russische Präsident Wladimir Putin kündigt nach Angaben des Kreml eine zweitägige Feuerpause zum orthodoxen Osterfest an. Er erwarte von der ukrainischen Seite einen ähnlichen Schritt, teilt die Regierung in Moskau mit. "Im Zusammenhang mit dem bevorstehenden orthodoxen Osterfest wird vom 11. April um 16.00 Uhr bis zum Ende des 12. April eine Waffenruhe ausgerufen", heißt es in der Erklärung. Man gehe davon aus, dass die Ukraine dem russischen Beispiel folgen werde.
21.13 Uhr - Der Sondergesandte des russischen Präsidenten Wladimir Putin, Kirill Dmitrijew, hält sich Insidern zufolge derzeit zu Gesprächen mit der US-Regierung in den USA auf. Dabei gehe es um ein Friedensabkommen für die Ukraine sowie die wirtschaftliche Zusammenarbeit beider Länder, sagen mit dem Vorgang vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Ein weiteres Thema dürfte die mögliche Verlängerung von US-Ausnahmeregelungen für russische Ölexporte sein, die am 11. April auslaufen. Die USA haben wegen der durch den Iran-Krieg ausgelösten Turbulenzen an den Energiemärkten eine 30-tägige Frist gewährt, um auf See befindliches russisches Öl trotz Sanktionen zu kaufen.
12.40 Uhr - Russland hat der Ukraine die Leichen von 1000 gefallenen Soldaten übergeben. Im Gegenzug habe Russland die Leichen von 41 eigenen Soldaten erhalten, berichtet das Nachrichtenportal RBC unter Berufung auf den Abgeordneten Schamsail Saralijew. Beide Seiten haben im Verlauf des seit mehr als vier Jahren dauernden Krieges immer wieder die Leichen von Gefallenen ausgetauscht.
01.02 Uhr - Bei russischen Angriffen auf die Ukraine werden ukrainischen Angaben zufolge ein Mensch getötet und mindestens acht weitere verletzt. In der südlichen Region Odessa beschädigen russische Drohnen zudem ein Umspannwerk, wie die Behörden mitteilen. In der südöstlichen Region Saporischschja kommt ein Mann bei einem Angriff mit Gleitbomben ums Leben. Weitere Verletzte werden aus mehreren Regionen im Osten und Süden des Landes gemeldet. Eine russische Stellungnahme liegt zunächst nicht vor.
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