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10.04.2026 /08:24:27
Flugbegleiter-Streik angelaufen - Hunderte Lufthansa-Flüge betroffen

Berlin, 10. Apr (Reuters) - Der Streik beim Kabinenpersonal ist angelaufen und sorgt am Freitag für den Ausfall von Hunderten Flügen der Lufthansa <LHAG.DE>. Der Arbeitskampf der Flugbegleitergewerkschaft UFO bei der Kernmarke Lufthansa und der Airline-Tochter Cityline startete kurz nach Mitternacht. Bis 22.00 Uhr sollen alle Abflüge von den Drehkreuzen in Frankfurt und München bestreikt werden. Dasselbe gilt auch für alle Abflüge der Cityline von Hamburg, Bremen, Stuttgart, Köln, Düsseldorf, Berlin und Hannover. Um die Auswirkungen für die Passagiere abzufedern, sollen andere Airlines des Lufthansa-Konzerns nach Möglichkeit Zusatzflüge übernehmen.

Der Arbeitskampf trifft im Oster-Rückreiseverkehr Zehntausende Passagiere. Allein am Flughafen in Frankfurt wurden für Freitag etwa 580 Flüge von ursprünglich geplanten rund 1350 Starts und Landungen gestrichen, wie der Betreiber Fraport <FRAG.DE> mitteilte. Darin sind Annulierungen vor allem von der Lufthansa enthalten, aber auch vereinzelt von anderen Airlines. Betroffen sind demnach etwa 72.000 Passagiere. Auch an anderen Airports fielen Dutzende Flüge der Lufthansa aus.

Die Lufthansa hat den Arbeitskampf als verantwortungslose Eskalation kritisiert, die die Passagiere hart treffe. Die Unabhängige Flugbegleiter Organisation (UFO) argumentiert, weder in den Verhandlungen über verbesserte Arbeitsbedingungen für die rund 19.000 Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter bei der Kernmarke Lufthansa noch in Sachen Sozialplan für die rund 800 Beschäftigten der vor der Schließung stehenden Cityline habe sich die Arbeitgeberseite bewegt.

"Wir haben die Osterfeiertage bewusst von Arbeitskampfmaßnahmen ausgenommen, um die Auswirkungen für Reisende so gering wie möglich zu halten", sagte UFO-Chef Joachim Vázquez Bürger. "Dass es nun dennoch zu Beeinträchtigungen bei der Rückkehr aus den Ferien kommen kann, ist uns sehr bewusst und wir bedauern das ausdrücklich."

(Bericht von Klaus Lauer, redigiert von Elke Ahlswede. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an die Redaktionsleitung unter frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com)

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