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10.04.2026 /06:15:09
WDHLG-Commerzbank-Übernahme würde UniCredit zu Angebot für mBank zwingen

(Wiederholung vom Vorabend)
Mailand, 09. Apr (Reuters) - Eine Übernahme der Mehrheit
an der Commerzbank <CBKG.DE> würde für die italienische Großbank
UniCredit noch teurer. Wenn das Mailänder Institut die
Marke von 50 Prozent an der Commerzbank überschreite, würde
zugleich ein Pflichtangebot für deren polnische Tochter
mBank fällig. Die Regularien in Polen schrieben ein
Angebot mit einer Bar-Komponente und einen festgelegten
Mindestpreis vor, heißt es in den Unterlagen von UniCredit für
die außerordentliche Hauptversammlung am 4. Mai. Die mBank wird
an der Warschauer Börse mit 12,4 Milliarden Euro bewertet, im
Streubesitz sind 30,9 Prozent der Aktien im Wert von 3,8
Milliarden.

UniCredit hatte im März ein 35 Milliarden Euro schweres Übernahmeangebot für die Commerzbank vorgelegt, an der sie fast 30 Prozent der Anteile hält. Damit will sie die 30-Prozent-Hürde überspringen, ohne ein Pflichtangebot vorlegen zu müssen. Mit der Übernahme einer Kontrollmehrheit rechnet UniCredit aber nach eigenem Bekunden nicht. UniCredit-Chef Andrea Orcel will die Commerzbank-Führung um Bettina Orlopp damit vielmehr an den Verhandlungstisch zwingen. Die Commerzbank hatte erste Kontakte mit den Italienern eingeräumt, diese hätten aber keine Klarheit gebracht, welche Vorteile das Frankfurter Geldhaus von einer Übernahme haben sollte.

Die Hauptversammlung soll den Weg für eine Kapitalerhöhung freimachen, damit UniCredit den Commerzbank-Aktionären neue Aktien bieten kann. In den Unterlagen heißt es, das Angebot sei die Reaktion darauf, dass die Commerzbank sich Initiativen verweigert habe, die Mehrwert für ihre Aktionäre schaffen könnten. Ihre Kunden könnten bei einer Fusion zudem von einem breiteren Produkt- und Dienstleistungsangebot der Münchner UniCredit-Tochter HypoVereinsbank profitieren, vor allem im Investmentbanking. Eine höhere Beteiligung von UniCredit "würde Bemühungen unterstützen und intensivieren, um das Potenzial der Commerzbank voll auszuschöpfen", heißt es in der Einladung.

(Bericht von Valentina Za Geschrieben von Alexander Hübner Redigiert von Scot W. Stevenson Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)

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