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10.04.2026 /09:59:13
BÖRSEN-TICKER-Goldpreis gibt vor US-Inflationsdaten nach

Frankfurt, 10. Apr (Reuters) - Es folgt der Börsen-Ticker zu wichtigen Kursbewegungen an den internationalen Finanzmärkten und ihren Ursachen:

09.45 Uhr - Im Vorfeld von US-Inflationsdaten gibt der Goldpreis etwas nach. Die Feinunze <XAU=> verbilligt sich um 0,2 Prozent auf 4752,67 Dollar. "Es herrscht Unklarheit darüber, wie sich die Waffenruhe im Nahen Osten entwickelt und was das für die Energiemärkte bedeutet ? daher befinden wir uns vor dem letzten Handelstag der Woche in einer Art Warteschleife", sagte Kyle Rodda, Finanzmarktanalyst bei Capital.com. Seit Beginn des Iran-Krieges Ende Februar ist der Preis des Edelmetalls um rund zehn Prozent gefallen. Die stark gestiegenen Energiepreise schürten Inflationsängste und Spekulationen auf höhere US-Zinsen. Gold steht bei möglichen Zinserhöhungen unter Druck, da es als zinslose Anlage keine laufenden Erträge abwirft.

07.30 Uhr - Die Sorgen über weitere Unterbrechungen der Ölversorgung im Nahen Osten treiben die Preise nach oben. Am Rohstoffmarkt verteuert sich die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee um ein Prozent auf 96,83 Dollar je Barrel (159 Liter). US-Öl WTI <CLc1> notiert 0,6 Prozent fester bei 98,43 Dollar. In dieser Woche haben beide Kontrakte bisher elf Prozent an Wert verloren, der größte wöchentliche Rückgang seit Juni 2025. Die angekündigte Waffenruhe im Iran-Krieg hatte zunächst für einen Preissturz gesorgt. Die anfängliche Erleichterung sei aber schnell von Zweifeln überschattet worden, schreibt IG-Marktanalyst Tony Sycamore in einer Mitteilung. Alle Augen seien weiterhin fest auf die Tankerströme in der Straße von Hormus gerichtet, um Anzeichen für eine verstärkte Aktivität im Vorfeld der in Pakistan geplanten Friedensgespräche zu erkennen. Der Tankerverkehr in der strategisch wichtigen Wasserstraße ruht immer noch weitgehend. Zudem haben Angriffe auf saudische Energieanlagen die Ölproduktionskapazität des Königreichs um rund 600.000 Barrel pro Tag und den Durchsatz der Ost-West-Pipeline um etwa 700.000 Barrel pro Tag reduziert, berichtet die staatliche saudische Nachrichtenagentur SPA.

(Zusammengestellt vom Reuters Marktteam. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)



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