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24.11.2025 /22:31:06
FOKUS 4-Wall Street zieht weiter an - Tech-Werte gefragt

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Anleger setzen auf US-Zinssenkung im Dezember

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Tech-Bewertungsängste auf Eis

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Bristol-Myers profitiert von Bayer-Erfolg
 
(Neu: Schlusskurse, Tesla)
24. Nov (Reuters) - Die zunehmenden Wetten auf eine
Zinssenkung der US-Notenbank im Dezember schieben an der Wall
Street die Sorgen über überzogene Bewertungen im Tech-Sektor
weiter in den Hintergrund. Der US-Standardwerteindex Dow
Jones gewann am Montag 0,4 Prozent auf 46.448 Punkte. Der
technologielastige Nasdaq <.IXIC> rückte 2,7 Prozent auf 22.872
Zähler vor und der breit gefasste S&P 500 <.SPX> legte 1,5
Prozent auf 6705 Stellen zu.

Schon am Freitag hatten Äußerungen des einflussreichen Präsidenten der New Yorker Fed, John Williams, für positive Impulse gesorgt. Williams zufolge könnte die US-Notenbank die Zinsen "in naher Zukunft" noch senken, ohne ihr Inflationsziel zu gefährden. Äußerungen von Fed-Gouverneur Christopher Waller gaben den Spekulationen am Montag neue Nahrung: Die verfügbaren Daten deuteten darauf hin, dass der US-Arbeitsmarkt schwach genug sei, um eine weitere Zinssenkung um einen Viertelpunkt zu rechtfertigen.

ZINSWETTEN NEHMEN ZU - UNSICHERHEIT BLEIBT

Allerdings blieben die Entscheidungsträger der Fed in der Zinsfrage weiter gespalten. "Das vorherrschende Thema bleibt im Moment die Unsicherheit", sagte Lilian Chovin von der britischen Privatbank Coutts. "Wir werden bis zum 10. Dezember, wenn wir die Entscheidung der Fed und die dazugehörigen Kommentare erhalten, in einem unruhigen Markt bleiben."

Laut dem CME FedWatch Tool sehen Händler zum Wochenstart eine Wahrscheinlichkeit von rund 79 Prozent, dass die Fed ihren Leitzins im Dezember um 25 Basispunkte senken wird, gegenüber 42 Prozent in der Vorwoche. Die zunehmenden Spekulationen auf eine bevorstehende Zinssenkung in den USA hatten zuvor auch die Kauflaune an den europäischen Aktienmärkten wieder entfacht.

Die Wetten auf fallende US-Zinsen hinterließen dagegen beim Dollar wenig Spuren. Der Dollar-Index <=USD> notierte kaum verändert. "Obwohl die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung im nächsten Monat heute etwas gestiegen ist, scheint dies nur geringe Auswirkungen auf den Dollar zu haben, was bedeutet, dass die Frage noch etwas offen ist", kommentierte Marc Chandler, Stratege bei Bannockburn Global in New York. Mit Spannung warteten Anleger auf Daten zu den Einzelhandelsumsätzen und den Erzeugerpreisen in den USA, um weitere Rückschlüsse auf den geldpolitischen Kurs der US-Notenbank zu ziehen.

TECH-BEWERTUNGSÄNGSTE AUF EIS

Anleger griffen vor allem bei Börsenschwergewichten zu und versuchten die Furcht hinter sich zu lassen, dass sich der KI-Boom in eine Blase verwandeln könnte. Die Aktien von Alphabet <GOOGL.O> verteuerten sich um 6,3 Prozent, Broadcom <AVGO.O>-Aktien legten 11,1 Prozent zu. "Es ist eine Kombination aus dem Enthusiasmus für Zinssenkungen, der sich seit den Äußerungen von Williams am Freitagmorgen komplett gedreht hat, und der üblichen Angst, etwas zu verpassen", sagte Steve Sosnick, Analyst bei Interactive Brokers.

Auch ein Anstieg bei Tesla <TSLA.O> um 6,8 Prozent war dem KI-Boom geschuldet: Konzernchef Elon Musk hatte am Sonntag auf seiner Plattform X eine Ausweitung der hauseigenen KI-Chipproduktion beim E-Auto-Bauer angekündigt. "Letztendlich gehen wir davon aus, dass wir mehr Chips herstellen können als alle anderen KI-Chips zusammen", schrieb er.

Die Deutsche Bank geht davon aus, dass der S&P 500 bis Ende 2026 die Marke von 8000 Punkten erreichen wird und verweist auf robuste Unternehmensergebnisse und KI-getriebene Gewinne.

Die Aussicht auf eine Verlängerung von Subventionen für die als "Obamacare" bekannte US-Krankenversicherung trieb auch einige US-Krankenversicherer und Krankenhausbetreiber an. Die Titel von Centene <CNC.N> stiegen um 4,6 Prozent, Oscar Health <OSCR.N> verteuerte sich um 22,3 Prozent, nachdem das Magazin "Politico" berichtet hat, dass das Weiße Haus die Prämienvergünstigungen des "Affordable Care Act" um zwei Jahre verlängern wolle. Unterdessen legte Bristol-Myers <BMY.N> um 3,3 Prozent zu, nachdem Rivale Bayer <BAYGn.DE> positive Daten aus der Spätphase seines Herz-Kreislauf-Medikaments vorgelegt hatte.

(Bericht von Johann M Cherian und Pranav Kashyap, geschrieben von Stefanie Geiger Bearbeitet von Scot W. Stevenson redigiert von Kerstin Dörr Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte)



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