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25.11.2025 /05:58:23
Taliban: Zehn Zivilisten bei pakistanischem Angriff in Afghanistan getötet

25. Nov (Reuters) - Bei einem Angriff pakistanischer Streitkräfte in Afghanistan sind nach Angaben der Taliban neun Kinder und eine Frau getötet worden. Pakistanische Einheiten hätten um Mitternacht das Haus eines Zivilisten im Bezirk Gerbzwo der Provinz Khost bombardiert, teilte Taliban-Sprecher Zabihullah Mujahid am Dienstag mit. Das Haus sei vollständig zerstört worden. Pakistan habe zudem Angriffe in den Provinzen Kunar und Paktika verübt, bei denen vier weitere Zivilisten verletzt worden seien. Eine Stellungnahme des pakistanischen Militärs oder Außenministeriums lag zunächst nicht vor.

Die Angriffe erfolgten einen Tag nach zwei Selbstmordanschlägen in der pakistanischen Stadt Peshawar, bei denen drei paramilitärische Kräfte getötet worden waren. Die Spannungen zwischen beiden Nachbarländern hatten zuletzt deutlich zugenommen. Im Oktober waren bei Gefechten zwischen pakistanischen und afghanischen Streitkräften Dutzende Menschen getötet worden. Es war der schwerste Gewaltausbruch seit der Rückkehr der Taliban an die Macht in Afghanistan im Jahr 2021. Beide Seiten hatten daraufhin in Doha einen Waffenstillstand unterzeichnet. Friedensgespräche in der Türkei scheiterten jedoch ohne eine langfristige Einigung. Streitpunkt waren militante Gruppen, die von Afghanistan aus gegen Pakistan operieren.

(Bericht von Shilpa Jamkhandikar. Geschrieben von Isabelle Noack. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)

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