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25.11.2025 /08:31:35
Import von Feuerwerkskörpern steigt über Vor-Corona-Niveau

Berlin, 25. Nov (Reuters) - Die Importe von Feuerwerk wie Böller und Raketen nach Deutschland sind deutlich über das Vor-Corona-Niveau gestiegen. Von Januar bis September wurden mehr als 42.400 Tonnen Feuerwerkskörper eingeführt und damit 62,6 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte. Damit sei das Niveau des Vor-Corona-Jahres 2019 von 29.800 Tonnen um 42,4 Prozent übertroffen worden.

"In den Jahren der Covid-19-Pandemie hatte es Verkaufsverbote für Feuerwerkskörper gegeben ? die Importe waren entsprechend niedrig", erklärten die Statistiker. "Seither wird mit Verweis auf Sicherheits- und Umweltschutzaspekte immer wieder über Einschränkungen für privates Feuerwerk debattiert."

Mit einem Anteil von 98 Prozent kamen in den ersten neun Monaten fast alle eingeführten Feuerwerkskörper aus China. Die chinesischen Importe nach Deutschland machten in den vergangenen 20 Jahren durchgängig mehr als 90 Prozent der insgesamt eingeführten Menge an Feuerwerkskörpern aus, hieß es dazu.

"Feuerwerkskörper werden in deutlich geringerem Umfang aus Deutschland exportiert als hierzulande eingeführt", fanden die Statistiker zudem heraus. Von Januar bis September wurden 671 Tonnen exportiert. Das waren 28,7 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Damals wurden 941 Tonnen Raketen, Böller und Co. ausgeführt. Im Vor-Corona-Jahr 2019 wurden im Vergleichszeitraum noch 1980 Tonnen Feuerwerkskörper in andere Länder verkauft.

Dem Umweltbundesamt zufolge werden jährlich rund 2050 Tonnen Feinstaub durch das Abbrennen von Feuerwerkskörpern freigesetzt, der größte Teil davon in der Silvesternacht. Diese Menge entspricht in etwa einem Prozent der gesamten freigesetzten Menge in Deutschland. Am ersten Tag des neuen Jahres sei die Luftbelastung mit gesundheitsgefährdendem Feinstaub vielerorts so hoch, wie sonst im ganzen Jahr nicht.

(Bericht von Rene Wagner, redigiert von Ralf Banser - Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com)

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