Nachricht


26.11.2025 /06:25:10
WDHLG-Suche nach neuem UN-Chef beginnt - Appell für Kandidatinnen

(Wiederholung vom Vorabend)
New York, 25. Nov (Reuters) - Die Suche nach der
Nachfolge von UN-Generalsekretär António Guterres hat am
Dienstag mit dem Appell begonnen, verstärkt Frauen zu
nominieren. Der 15-köpfige Sicherheitsrat und der Präsident der
193 Mitglieder zählenden Generalversammlung forderten die
UN-Staaten in einem gemeinsamen Schreiben auf, Kandidaten für
das Amt vorzuschlagen, das zum 1. Januar 2027 neu besetzt wird.
"Mit Bedauern wird zur Kenntnis genommen, dass noch nie eine
Frau das Amt des Generalsekretärs innegehabt hat", heißt es
darin. Die Mitgliedstaaten würden daher "nachdrücklich
ermutigt", Frauen zu nominieren.

Als Kandidaten bekannt sind bislang die ehemalige chilenische Präsidentin Michelle Bachelet, die frühere Vizepräsidentin von Costa Rica, Rebeca Grynspan, und der argentinische Diplomat Rafael Grossi, Chef der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA). Traditionell rotiert das Amt zwischen den Weltregionen. Als Nächstes wäre Lateinamerika an der Reihe, woher alle drei bisher genannten Kandidaten stammen. Es wird mit weiteren Bewerbern gerechnet. Die Nominierung muss durch einen Mitgliedstaat erfolgen.

Der UN-Sicherheitsrat wird der Generalversammlung im Laufe des kommenden Jahres nach mehreren geheimen Probeabstimmungen formell einen Kandidaten für den zehnten Generalsekretär zur Wahl vorschlagen. Letztlich müssen die fünf ständigen Ratsmitglieder mit Vetorecht - die USA, Russland, Großbritannien, China und Frankreich - einem Bewerber zustimmen. Der Generalsekretär ist gegenwärtig für mehr als 30.000 zivile Mitarbeiter und elf Friedenseinsätze mit rund 60.000 Soldaten und Polizisten zuständig. Das jährliche UN-Kernbudget beträgt 3,7 Milliarden Dollar, das für die Friedenssicherung 5,6 Milliarden Dollar.

(Bericht von Michelle Nichols Bearbeitet von Scot W. Stevenson redigiert von Kerstin Dörr Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)

Hinsichtlich weiterer Informationen und einer gegebenenfalls erforderlichen Offenlegung potenzieller Interessenkonflikte nach § 85 WpHG der für die Erstellung der zugrunde liegenden Finanzinformationen oder Analysen verantwortlichen Unternehmen wird auf das Informationsangebot dieser Unternehmen (Internetseite und andere Informationskanäle) verwiesen.