Frankfurt, 26. Nov (Reuters) - Der Reisekonzern TUI <TUI1n.DE> und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) untersuchen bei gemeinsamen Flügen die Klimawirkung von Kondensstreifen. Seit dieser Woche begleitet ein DLR-Forschungsflugzeug des Typs Falcon 20E in sicherem Abstand mehrere reguläre Passagierflüge von TUIfly, wie der Touristikkonzern am Mittwoch mitteilte. Die Messungen finden in Regionen statt, in denen eine hohe Wahrscheinlichkeit für die Bildung von Kondensstreifen besteht. Dabei werden die von modernen, besonders rußarmen Triebwerken erzeugten Kondensstreifen in Echtzeit vermessen.
Wissenschaftler schätzen, dass Kondensstreifen für etwa ein bis zwei Prozent der globalen Erderwärmung verantwortlich sein könnten. "Wir wollen dazu beitragen, dass Forschungsergebnisse schnell in den Alltag der Luftfahrt gelangen, um den Klimaeffekt unserer Flüge zu verringern", sagte Christoph Todt, Nachhaltigkeits-Chef bei TUI Airline. Die Flüge sind Teil des EU-Forschungsprojekts A4CLIMATE, in dem 17 Partner aus neun Ländern zusammenarbeiten. Das Projekt soll Lösungen entwickeln, um die Klimawirkung von Kondensstreifen zu verringern, etwa durch neue Triebwerkstechnologien, alternative Treibstoffe und klimaschonende Flugrouten.
(Bericht von Ilona Wissenbach, redigiert von Philipp Krach. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an die Redaktionsleitung unter frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com)